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Metall-Tarifparteien in wichtigen Renten-Fragen einig

IG Metall und Gesamtmetall haben in Köln ihre Verhandlungen über den Aufbau eines gemeinsamen überbetrieblichen Altersversorgungswerkes für die Branche wieder aufgenommen.

dpa/rtr KÖLN. Die Gespräche zwischen IG Metall-Chef Klaus Zwickel und Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser waren am Montagabend nach fast acht Stunden unterbrochen worden, nachdem sich die Positionen in den Grundsatzfragen angenähert hatten. Beide Seiten äußerten sich zuversichtlich, noch am Dienstag zu einem Abschluss zu kommen.

Entgegen ursprünglicher Pläne soll sowohl die Einrichtung eines Versorgungswerkes als auch bereits der Tarifvertrag zur Umwandlung von Einkommensbestandteilen für die Altersvorsorge beschlossen werden. Die Verhandlungen stehen unter einem gewissen Zeitdruck, weil das Versorgungswerk bis Anfang 2002 stehen soll, damit die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie die staatliche Förderung für ihre zusätzlich Altersvorsorge in Anspruch nehmen können. Die Ausschreibung für Banken und Versicherungen, die das Versorgungswerk professionell betreiben sollen, soll ebenfalls in Köln verabschiedet werden.

Nach den bisher bekannten Vorstellungen der IG Metall soll die zusätzliche, ab 2002 staatlich geförderte Rente zunächst aus Geld gespeist werden, dass die Beschäftigten bislang als vermögenswirksame Leistungen erhalten. Künftig sollten die Arbeitnehmer dann Teile ihres Einkommens in Beiträge für die ergänzende Altersvorsorge einzahlen. Dabei sollen die Beschäftigten einen Anspruch auf die Umwandlung von Entgeltbestandteilen erhalten, die in das Versorgungswerk eingezahlt werden können. Ursprünglich hatten die Einzelheiten in einem Tarifvertrag geregelt werden sollen, der im Pilotbezirk Baden-Württemberg ausgehandelt werden und Pilotcharakter für die gesamte Branche haben sollte.

IG Metall und Gesamtmetall hatten sich Anfang Juli auf Grundzüge eines überbetrieblichen Versorgungswerks verständigt. Dabei sollen vorhandene betriebliche Einrichtungen der Unternehmen weiter genutzt werden können. Die weiteren Einzelheiten hatten bis zur zweiten Verhandlungsrunde an diesem Montag ausgearbeitet werden sollen.

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