Meteorologen rechnen mit anhaltenden Regenfällen
Hochwasser: Lage in Südengland weiter kritisch

Reuters LONDON. Für die Hochwassergebiete in Großbritannien zeichnet sich noch immer keine Entspannung ab. Meteorologen rechnen am Dienstag und Mittwoch mit anhaltenden Regenfällen in Nord- und Südengland. Derzeit gibt es an mehr als 50 Stellen Hochwasseralarm. Betroffen sind den Angaben des Umweltamtes zufolge 34 Flüsse in England und Wales. Auch in Schottland wachse die Hochwasser-Gefahr. Die schweren Herbststürme wüteten auch im Golf von Biskaya. 30 Menschen mussten nach Angaben der britischen Küstenwache von ihren Yachten in dem Seegebiet vor Nordspanien gerettet werden. Infolge der Unwetter in Europa sind in Großbritannien, Frankreich und Italien bislang mindestens fünf Menschen umgekommen.

Große Flächen in Großbritannien sind bereits seit Wochen überflutet. Die Behörden sprechen von der schwersten Hochwasser- Katastrophe seit 50 Jahren. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Viele Straßen und Eisenbahnlinien sind überschwemmt und gesperrt. Im Süden Englands trat der Fluss Uck bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen über die Ufer und setzte die Stadt Uckfield wieder unter Wasser.

Vor den Scilly-Inseln im Südwesten Englands geriet am Montag ein spanischer Fischtrawler in Seenot. Der Sturm hatte die Wellen zehn bis 13 Meter hoch aufgetürmt. Marineflieger retteten die zehn Seeleute des Schiffes. In der Biskaya gerieten nach Angaben der britischen Küstenwache zahlreiche Yachten in Seenot. Mindestens 30 Menschen wurden dort in mehreren Operation in Sicherheit gebracht. Medienberichten zufolge sind die meisten der Geretteten Briten.

Der britische Kronprinz Charles machte die "arrogante Missachtung" des natürlichen Gleichgewichts durch die Menschen für die immer häufiger auftretenden Unwetter verantwortlich. Auf einer Festveranstaltung von Medizinern am Montag in London sagte Prinz Charles, die Menschheit müsse aufpassen, dass der technologische Fortschritt nicht zu ihrer Vernichtung beitrüge.

Seine Worte spiegeln die Befürchtungen vieler Wissenschaftler wider, dass die immer häufiger und heftiger auftretenden Herbststürme in Europa ein Indiz für die von den Menschen verursachte globale Erwärmung der Atmosphäre sei.

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