Archiv
Metro-Aktie erholt sich von der Verbannung aus dem Stoxx-50

Die Aktie der Metro AG hat sich am Mittwoch nach der Ankündigung, dass der Titel aus dem europäischen Aktienindex Euro Stoxx 50 herausgenommen wird, robust gezeigt.

Reuters ZÜRICH/FRANKFURT. Am Nachmittag notierte das Papier mit knapp drei Prozent bei 44,95 Euro im Plus, womit es den Löwenanteil seines Vortagesverlustes wieder wett machen konnte.

Am Dienstagabend hatte die Züricher Trägergesellschaft Stoxx Ltd. bekannt gegeben, sie werde insgesamt fünf Auswechslungen in ihren beiden Kursbarometern Euro Stoxx 50 und Stoxx 50 vornehmen. Neben Metro steigt auch der belgische Versorger Electrabel aus der Liga der 50 größten Firmen der Euro-Zone ab.

Ersetzt werden die beiden Titel durch die italienische Bank San Paolo Imi und den französische Lebensmittelkonzern Danone.

Im Stoxx 50 für Unternehmen aus der Europäischen Union stehen nach Angaben von Stoxx Ltd. drei Auswechslungen an. Der italienische Versorger Enel, die niederländische Telefongesellschaft KPN und der Konsumgüterriese Unilever werden aus dem Index heraus genommen. Nachfolger sind der Pharmakonzern AstraZeneca , die französische Bank BNP Paribas sowie der britischen Versicherer CGNU. Aus deutscher Sicht ist zudem die ProSieben AG betroffen, die in den Index für Nebenwerte ("Mid-Caps") aufsteigt.

Aktiengesellschaften profitieren zumeist von der Mitgliedschaft in einem Kursindex, da sie dann international stärker beachtet werden und zudem auf dem Einkaufszettel von Fondsgesellschaften stehen. Maßgeblich für die Mitgliedschaft in einem der beiden Stoxx-Indizes ist die Marktkapitalisierung, also der Börsenwert der Firmen. Stoxx Ltd. hat festgelegt, dass die Firmen, die gemäß ihrem Börsenwert zu den 40 größten zählen, automatisch in das jeweilige Kursbarometer aufgenommen werden müssen. Umgekehrt fallen alle Gesellschaften heraus, die unter Rang 60 stehen. Die nun verkündeten Auswechslungen werden Mitte September wirksam.



Metro belegt nur noch Rang 68

Die Metro AG belegte auf der maßgeblichen Stoxx-Rangliste mit einer Marktkapitalisierung von knapp 5,3 Milliarden Euro nur noch den 68. Rang. Der Frankfurter Aktienmarkt hatte den Abstieg des Konsumwertes aus dem Euro Stoxx 50 bereits geahnt und das Papier am Dienstag um mehr als 3,5 Prozent fallen lassen. Am Mittwoch startete die Metro-Aktie zunächst im Minus, erholte sich im Verlauf aber.

Hier der Tagesverlauf der Metro - Aktie vom Mittwoch

Die "Absteiger" Enel und Unilever verbuchten bis zum Nachmittag ebenso einen moderaten Aufschlag wie die "Aufsteiger" Danone, Astra Zeneca, CGNU und BNP. Electrabel gaben leicht nach. Mit etwas markanteren Kursausschlägen präsentierten sich allenfalls San Paolo mit einem Gewinn von fast drei Prozent beziehungsweise KPN mit einem Verlust von knapp vier Prozent.

Veränderungen gibt es auch "innerhalb" der Indizes, da Stoxx Ltd. zur Berechnung des Börsenwerts einer Firma erstmals nicht mehr alle Aktien einer Gesellschaft, sondern nur noch die im Streubesitz befindlichen - also frei handelbaren - Papiere zu Grunde legt. Dadurch verlieren zum einen Unternehmen mit einem hohen Festbesitz wie etwa die Deutsche Telekom optisch an Gewicht. Zum anderen verschiebt sich zu Gunsten der Firmen mit einem hohen Streubesitz die Gewichtung beziehungsweise die Rangfolge der Aktien in einem Index.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%