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Metro droht der Abstieg aus dem Euro-Stoxx-50-Index

Am 15. August tritt die Kommission zusammen, die über die Zusammensetzung der Stoxx-Indizes befindet. Potenzielle Aufrückerkandidaten für den Euro-Stoxx-50 sind nach Ansicht von Beobachtern Groupe Danone und San Paolo-IMI. Electrabel und Metro werden dagegen vermutlich aus dem elitären Kreis ausscheiden müssen.

Hintergrund ist der Beschluss vom vom 3. Juli dieses Jahres, zukünftig als Grundlage der Zugehörigkeit und der Gewichtung der einzelnen Aktien eine Free-Float-Marktkapitalisierung einzuführen anstelle der bisherigen reinen Marktkapitalisierung.

Das Gewicht von Nokia wird im Euro-Stoxx-50 auf zehn Prozent limitiert werden, da durch die Umstellung auf den Free-Float das rein rechnerische Gewicht von Nokia eigentlich höher liegen würde. Aktuell sind die Aktien mit 7,97 % in dem Index gewichtet.

In den Stoxx-50 aufgenommen wird nach deren Zusammenschluss am 25. September wahrscheinlich Glaxo und Smithkline Beecham. Nach derzeitigem Stand der Dinge wird ABB dafür wohl aus dem Index herausfallen. Weitere Kandidaten für den Stoxx-50 sind Astra Zeneca, BNP und CGNU. Herausfallen werden dagegen voraussichtlich ENEL, Koninklijke KPN und Unilever.

Die Entscheidungen über die Neugewichtung und die Berechnungsgrundlagen des Index werden am 18. September effektiv. Nach einer Studie des Dresdner Kleinwort Benson Research wird die totale Marktkapitalisierung im Euro-Stoxx-50-Index damit um 23 % fallen, die des Stoxx-50-Index um 22 %. Den größten Kurseinfluss erwartet die Dresdner bei Electrabel und Enel, die nach Einschätzung der Analysten als potenzielle Absteiger angesehen werden müssen.



Telekom-Sektor steht auf der Verliererseite

Bei den einzelnen Länder- und Sektorengewinnern innerhalb des Stoxx heben die Analysten Großbritannien und die Schweiz sowie die Sektoren Gesundheitspflege und Energie hervor. Verlierer seien Deutschland, Italien und Frankreich mit den Sektoren Telekom und nichtzyklische Güter. Im Euro-Stoxx wären Finnland und die Niederlande die Gewinner, Deutschland und Italien die Verlierer. Sektorgewinner sollten Energie und Technologie sein, während wiederum die Aktien im Telekommunikationssektor und die der nicht-zyklischen Güter auf der Verliererseite stehen.

Im Stoxx-50 sind parallel zum Stoxx Großbritannien und die Schweiz die Gewinner, Deutschland und Italien stehen auf der Verliererseite. Allerdings sollten neben der Gesundheitspflege auch Banken profitieren. Unter den Verlierern befinden sich erneut die Telekommunikation und die Versorger. In ihrer Studie sehen die Analysten der Dresdner Kleinwort im Euro-Stoxx-50 Finnland und Spanien sowie Technologie und Banken als Gewinner, während einmal mehr Deutschland und Italien sowie Telekommunikation und Versicherungen auf der Negativseite zu buchen wären.

Unter den deutschen Titeln im Stoxx-50 fällt die Gewichtung von Deutsche Telekom nach derzeitigen Berechnungen auf 1,6 % nach 3,5 %, die von Münchener Rück auf 0,79 % nach 1,58 % und die von Daimler-Chrysler auf 1,28 % nach 1,42 %. Das Gewicht von E.ON sinkt auf 1,03 % nach 1,11 % und von Siemens auf 2,44 % nach 2,55. Das Gewicht der Allianz geht auf 2,26 % von 2,41 % zurück. Die Gewichtung der Deutschen Bank erhöht sich dagegen auf 1,62 % von 1,45 % und von Bayer auf 0,86 % nach 0,82 %.

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