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Metro strafft Ladennetz und gibt 137 Extra-Verbrauchermärkte ab

Deutschlands größter Einzelhandelskonzern Metro strafft zum Jahreswechsel sein Ladennetz weiter und gibt 137 seiner 443 Extra-Verbrauchermärkte ab. Auf die betroffenen Filialen entfalle ein Umsatzvolumen von insgesamt rund 550 Mill. Euro, teilte der Konzern am Mittwoch in Düsseldorf mit.

dpa-afx DÜSSELDORF. Deutschlands größter Einzelhandelskonzern Metro strafft zum Jahreswechsel sein Ladennetz weiter und gibt 137 seiner 443 Extra-Verbrauchermärkte ab. Auf die betroffenen Filialen entfalle ein Umsatzvolumen von insgesamt rund 550 Mill. Euro, teilte der Konzern am Mittwoch in Düsseldorf mit. Die Metro-Aktie kletterte nach der Ankündigung an die Dax-Spitze .

Mit Wirkung zum 1. Januar sollen 119 Extra-Verbrauchermärkte an die Kölner Rewe-Handelsgruppe verkauft werden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Weitere 18 Filialen würden "geschlossen oder verwertet". Darüber hinaus sollen voraussichtlich zwölf Extra-Verbrauchermärkte in das Ladennetz der Real-SB Warenhäuser integriert werden. Das Ladennetz der Extra-Verbrauchermärkte wird damit auf die Regionen Nord- und Westdeutschland fokussiert und künftig rund 280 Standorte umfassen.

Einmal-Aufwendungen

Der Metro-Gruppe entstünden aus diesen Maßnahmen im Geschäftsjahr 2004 einmalige Aufwendungen in Höhe eines "niedrigen zweistelligen Mill. Euro Betrages", hieß es in der Pflichtmitteilung. "In der Erwartung des Konzerns einer Steigerung des Ergebnisses je Aktie von sechs bis zehn Prozent in 2004 sind diese Aufwendungen nicht berücksichtigt." Die Prognose bleibe auf jeden Fall bestehen, betonte ein Sprecher. Mit dem Verkauf und der Schließung der Märkte will Metro die Verschuldung reduzieren. Der Kurs der Metro-Aktie stieg bis 13.35 Uhr um 1,59 Prozent auf 38,86 Euro. Der Dax gewann gleichzeitig 0,48 Prozent auf 4 137,11 Punkte.

Rewe will die Extra-Märkte in die eigenen Vertriebskanäle integrieren. Rund 80 Standorte sollen zu Rewe-Supermärkten werden, 30 Filialen gehen an die Minimal-Kette und die restlichen Standorte werden zu Penny- Discounter-Märkten. Die übernommenen Standorte liegen vor allem in den ostdeutschen Bundesländern sowie in Hessen, Bayern und Baden- Württemberg. Die Metro-Gruppe hatte im April 2003 die Restrukturierung der Vertriebslinie Extra bekannt gegeben. Seitdem wurden umfassende Maßnahmen umgesetzt und bereits eine Vielzahl von Standorten geschlossen.

Markt Bewertet Schritt Positiv

Marktteilnehmer bewerteten den Schritt aus strategischer Sicht als positive Nachricht für das Unternehmen. Schließlich seien diese Märkte Verlustbringer. HVB-Analyst Volker Bosse bestätigte den Metro-Titel in der Folge auf "Outperform" mit einem Kursziel von 42 Euro. Die Umstrukturierungen dürften die Profitabilität des Konzerns in den kommenden Jahren stärken. Ein weiterer Analyst hob positiv hervor, dass der Metro-Konzern mit dem Verkauf seine Verschuldung abbauen werde.

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