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Mexikanische Regierung übergibt weitere Militärbasen in Chiapas

dpa MEXIKO-STADT. Die mexikanische Regierung hat am Freitag zwei weitere bisherige Militärbasen in der südöstlichen Konfliktregion Chiapas der indianischen Bevölkerung übergeben. Es handelt sich mit Guadalupe Tepeyac und Rio Euseba um die letzten von insgesamt sieben Stützpunkten, deren Räumung die indianische Guerillabewegung Zapatistische Nationale Befreiungsarmee (EZLN) als Bedingung für die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen gefordert hatte.

Die Zapatisten hatten sich am 1. Januar 1994 gegen Armut und Unrecht im unterentwickelten Randstaat Chiapas erhoben. Gegenwärtig liegt dem Kongress ein Gesetzentwurf vor, mit dem die Forderung der EZLN nach Selbstbestimmungsrechten für alle zehn Millionen indianischen Ureinwohner Mexikos erfüllt werden soll. Der nun geräumte Stützpunkt in Guadalupe Tepeyac im Urwald nahe der Grenze zu Guatemala hat für die Guerilla hohe symbolische Bedeutung. Dort befand sich im ersten Jahr des Aufstands ihr Hauptquartier.

Als die Armee Anfang 1995 den Ort besetzte, flüchtete die gesamte Bevölkerung und kehrte in den folgenden Jahren nicht zurück. Der Armeestützpunkt wurde ungeachtet der bestehenden Eigentumsverhältnisse auf Gemeindeland eingerichtet.

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