Meyer nennt Vorschlag von Merz eine Einzelmeinung
CDU und CSU lehnen Frauen-Dienstpflicht ab

CDU und CSU machen sich den Vorschlag einer allgemeinen Dienstpflicht auch für Frauen nicht zu eigen. CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer stufte den Vorstoß von Unionsfraktionschef Friedrich Merz am Freitag in Berlin als Einzelmeinung ein.

ap BERLIN. "Im Wahlprogramm der CDU/CSU wird es eine solche Aussage nicht geben. Das kann ich jetzt schon verbindlich sagen", betonte Meyer vor Journalisten in Berlin. Merz hatte nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Wehrpflicht der "Magdeburger Volksstimme" gesagt: "Es gibt gute Gründe, die für einen allgemeinen Dienst auch für Frauen sprechen." Jungen Männern und Frauen müsse gesagt werden, "dass in diesem Land Dienst geleistet werden muss, an der Waffe, aber auch Zivildienst, damit der Staat weiter bestehen kann".

FDP-Chef Guido Westerwelle reagierte mit Kritik: Eine schlechte Idee von Merz werde nicht dadurch besser, dass sie von Scharping aufgegriffen werde. Der Vorschlag sei frauenfeindlich, unnütz und realitätsfern.

Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth erklärte im Norddeutschen Rundfunk, ihre Partei wolle die Abschaffung der Wehrpflicht und nicht eine Ausweitung des Zwangsdienstes auf Frauen. Die Grünen wollten keinen Arbeitsdienst, sondern eine bessere Förderung des freiwilligen sozialen Engagements.

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