Meyer: Personaldiskussion beendet
Schäuble kritisiert Führungsduo

ap BERLIN. Der frühere CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble hat das Führungsduo seiner Partei kritisiert. Eine der Ursachen für die "ungute Lage" der CDU liege darin, dass der Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz und Parteichefin Angela Merkel "es nicht geschafft hätten, den Eindruck zu verhindern, sie würden sich als Rivalen betrachten", sagte Schäuble. Zugleich verlangte er aber mehr Unterstützung aus der Partei für Merz und Merkel.

"Wer eine starke Führung will, muss sie auch unterstützen", sagte Schäuble, der beide Ämter im Verlauf der CDU-Spendenaffäre abgegeben hatte. Er machte Nachwirkungen der Affäre für die aktuellen Probleme der Partei verantwortlich. "Das Renten-Plakat hätte niemals in der CDU die Empörung ausgelöst, wenn es nicht die Spendenaffäre gegeben hätte."

CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer erklärte die Personaldiskussion und insbesondere die Debatte um den Kanzlerkandidaten der Partei für vorerst beendet. Im Spätherbst dieses Jahres werde über das Verfahren der Kanzlerkandidatenkür gesprochen, antwortete er auf die Frage nach einer Mitgliederbefragung zu dieser Frage. "Die Kandidatenfrage selbst wird erst im Frühjahr 2002 entschieden", meinte er.



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