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mg technologies: DNK-Verkauf voraussichtlich über neues Auktionsverfahren

Der Maschinen- und Anlagenbauer mg technologies will für den Verkauf der Sparte Dynamit Nobel Kunststoff (DNK) voraussichtlich ein neues Bieterverfahren ausschreiben. "Die endgültige Entscheidung steht noch aus, die Mehrzahl der Argumente spricht aber für ein neues Auktionsverfahren", sagte Vorstandschef Udo Stark am Mittwoch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Es hätten sich viele "neue und alte" Interessenten gemeldet. Darunter seien auch Finanzinvestoren. Bis Mitte nächsten Jahres solle der Verkauf abgeschlossen werden. Die ursprünglich geplante Veräußerung von DNK an den US-Autozulieferer Flex-N-Gate war Mitte September wegen Vertragsverletzungen seitens des Käufers geplatzt.

dpa-afx FRANKFURT. Der Maschinen- und Anlagenbauer mg technologies will für den Verkauf der Sparte Dynamit Nobel Kunststoff (DNK) voraussichtlich ein neues Bieterverfahren ausschreiben. "Die endgültige Entscheidung steht noch aus, die Mehrzahl der Argumente spricht aber für ein neues Auktionsverfahren", sagte Vorstandschef Udo Stark am Mittwoch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Es hätten sich viele "neue und alte" Interessenten gemeldet. Darunter seien auch Finanzinvestoren. Bis Mitte nächsten Jahres solle der Verkauf abgeschlossen werden. Die ursprünglich geplante Veräußerung von DNK an den US-Autozulieferer Flex-N-Gate war Mitte September wegen Vertragsverletzungen seitens des Käufers geplatzt.

Derzeit gebe es neben einer neuen Auktion noch zwei weitere Optionen für das weitere Vorgehen, sagte Stark in Augsburg vor Journalisten. "Wir können auf dem Absatz kehrt machen, auf andere Bieter aus dem früheren Auktionsverfahren zugehen und mit ihnen eine rasche Einigung erzielen." Das zweitbeste Gebot der damaligen Interessenten sei allerdings bereits um einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag niedriger gewesen als das Kaufpreisangebot des US-Unternehmens. Damit drohe ein Buchverlust - neben rechtlichen Aspekten ein weiterer Grund für ein neues Auktionsverfahren, sagte Stark. Als letzte Möglichkeit stehe der Verbleib der Kunststoffsparte im Konzern für ein bis zwei Jahre zur Auswahl. "Diese Option ist nach meiner Einschätzung unwahrscheinlich."

Zunächst wolle der Konzern aber Schadensersatzansprüche gegen Flex-N-Gate geltend machen. "Wir denken an Forderungen in Höhe des Schadens", sagte Finanzvorstand Peter Steiner. Vorstandschef Stark fügte hinzu, durch die Aussetzung des DNK-Verkaufs fehle dem Konzern ein Barmittelzufluss von 270 Mill. Euro. Das beeinträchtige nicht die Gewinnprognose von 40 bis 60 Mill. Euro für das laufende Jahr. Durch die fehlenden Mittel reduziere sich allerdings vorläufig das auf eine Milliarde Euro festgelegte Akquisitionsvolumen um "mehrere hundert Mill. Euro". Bei einem erfolgreichen Verkauf von DNK werde der Erlös dann dafür genutzt.

Der aus dem Verkauf der gesamten Dynamit-Nobel-Gruppe anvisierte Buchgewinn von 300 bis 400 Mill. Euro sei bereits "zu nahezu 100 Prozent" durch den Verkauf der vier anderen Geschäftsbereiche erzielt worden und damit nicht in Gefahr. Das US-Spezialchemieunternehmen Rockwood hatte die Sparten Ceramtec, Chemetall, Sachtleben und Kundensynthese im Juli übernommen.

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