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mg technologies im 3. Quartal unter Erwartungen - Ausblick gesenkt

Der Maschinen- und Anlagenbauer mg technologies ist im dritten Quartal 2004 trotz einer deutlichen Gewinnverbesserung hinter den Erwartungen zurückgeblieben. In 2004 will das im MDax notierte Unternehmen einen Gewinn vor Steuern erzielen.

dpa-afx FRANKFURT. Der Maschinen- und Anlagenbauer mg technologies ist im dritten Quartal 2004 trotz einer deutlichen Gewinnverbesserung hinter den Erwartungen zurückgeblieben. In 2004 will das im MDax notierte Unternehmen einen Gewinn vor Steuern erzielen. "Wir erwarten ein positives Ergebnis", sagte Finanzchef Peter Steiner am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Bereits am vergangenen Freitag hatte mg mitgeteilt, dass die bisher in 2004 angepeilten 40 bis 60 Mill. Euro Vorsteuergewinn nicht erreicht werden können. Die Aktien legte am Dienstag leicht zu.

Hauptgrund für die Senkung der Prognose war nach mg-Angaben das schwache Großanlagengeschäft. Die Sparte würde im laufenden Jahr nicht mehr wie ursprünglich erwartet in die schwarzen Zahlen kommen, sagte Steiner. Verantwortlich dafür sei das schlechte Abschneiden des "Sorgenkinds" Lurgi. Die Tochter hatte im dritten Quartal einen Verlust vor Steuern von 13 Mill. Euro (+0,7 Mio) eingefahren. Im vierten Quartal könne Lurgi aber durchaus noch ein positives Ergebnis abliefern, betonte der Finanzchef. "Das ist nicht unrealistisch."

Erwartungen 2005

Auch für 2005 senkte mg seine Prognose. Bei einem Umsatz von 4,5 Mrd. Euro sei nunmehr "eine Umsatzrendite von rund vier Prozent realisierbar", hieß es. Bisher war das Unternehmen bei gleichen Umsatzerwartungen von einer Rendite von fünf Prozent ausgegangen. Neben den Problemen im Großanlagenbau seien Aufwendungen aus der Veränderung im Vorstand für die Korrektur verantwortlich. Zum Monatsanfang hatte Vorstandschef Udo Stark sein Amt nach Querelen mit Großaktionär Otto Happel an Jürg Oleas übergeben.

In 2005 will mg technologies das geplante interne Wachstum durch gezielte kleinere Übernahmen zur Erweiterung der Aktivitäten des Tochterunternehmens GEA ergänzen, die künftig das Kerngeschäft bilden. Die Holdingkosten sollen von ursprünglich 170 Mill. Euro "ab dem ersten vollen Jahr nach der Zusammenlegung der mg- und der GEA-Holding in Bochum" wie geplant auf rund 50 Mill. Euro reduziert werden. Zudem soll der Verkauf der Kunststoffsparte Dynamit Nobel Kunststoff (DNK) über die Bühne gehen. Derzeit würden die verschiedenen Optionen geprüft. "Ein Verbleib im Konzern ist keine Option", betonte Steiner.

3. Quartal

Im dritten Quartal blieb das Unternehmen mit seiner Geschäftsentwicklung hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Nach Steuern erzielte mg einen Gewinn von 328,4 Mill. Euro nach 14,1 Mill. Euro im Vorjahr. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte von sechs auf 27,7 Mill. Euro. Der Auftragseingang belief sich auf 996,8 Mill. Euro gegen 928,1 Mill. Euro im Vorjahr.

Bereits am Freitag hatte das Unternehmen Umsatz und Vorsteuerergebnis für das dritte Quartal bekannt gegeben. Nach einem Vorsteuerverlust von 8,1 Mill. Euro im Vorjahr verbuchte mg in diesem Jahr ein EBT aus fortgeführten Aktivitäten von 10,2 Mill. Euro. Die Experten hatten mit einem Anstieg auf 11,01 Mill. Euro gerechnet. Der Umsatz sank in den Monaten Juli bis September von 1,033 Mrd. im Vorjahr auf 998,7 Mill. Euro. Hier hatten die Analysten mit einem durchschnittlichen Umsatz von 1,025 Mrd. Euro gerechnet. Die Aktien reagierten kaum, da die Zahlen weitgehend bekannt waren. Die Gewinnwarnung vom Ende vergangener Woche habe das Überraschungspotenzial bei den Zahlen gedämpft, hieß es. Der Kurs stieg leicht um 0,34 Prozent auf 8,83 Euro.

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