mg Technologies weist Happel-Vorwürfe erneut zurück

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mg Technologies weist Happel-Vorwürfe erneut zurück

Der Chemie- und Anlagenbaukonzern mg Technologies AG hat im Dauerstreit mit seinem Großaktionär Otto Happel in einer Erwiderung bei Gericht erneut Vorwürfe der Bilanzmanipulation zurückgewiesen.

rtr FRANKFURT. Die in dem Antrag auf eine Sonderprüfung der 1999/2000er Bilanz beim Amtsgericht Frankfurt von Happel erhobenen Vorwürfe seien sorgfältig geprüft worden und hätten sich als unbegründet erwiesen, hieß es in einer Mitteilung des Frankfurter Konzerns am Freitag. In der dem Gericht nun zugestellten Erwiderung habe die mg erklärt, dass von Happel keine Sachverhalte vorgebracht worden seien, die den Verdacht grober Verletzungen der Gesetze oder der Satzungen rechtfertigten. Rechtliche Voraussetzungen für die Bestellung einer Sonderprüfung seien somit nicht erfüllt. Die Erwiderung bei Gericht umfasst nach mg-Angaben neben der Stellungnahme fünf Gutachten von Experten und Wirtschaftsprüfern. Der ehemalige Großaktionär der Bochumer Gea wirft mg unter anderem vor, ihn über die Lage des Konzerns beziehungsweise der mg-Tochter Lurgi getäuscht und Bilanzen manipuliert zu haben. Die mg-Führung um ihren Vorstandschef Kajo Neukirchen hatte dies jedoch stets entschieden zurückgewiesen und sich dabei auf ein uneingeschränktes Testat der Wirtschaftsprüfer von KPMG berufen. Happel ist nach eigenen Angaben mit zehn Prozent an der mg beteiligt. Er ist Sohn des Gründers des Bochumer Anlagenbauers Gea und war früher dessen Vorstand und Aufsichtsratschef. 1999 hatte er seine Gea-Mehrheitsanteile gegen Bargeld und 20 Mill. mg-Aktien verkauft.

Der mg-Vorstand hoffe auf ein baldiges Ende der Auseinandersetzungen, teilte der Konzern weiter mit. Einen Etappensieg hatte mg im Dezember erzielt. Damals hatte das Landgericht Frankfurt in einem weiteren Verfahren eine Anfechtungsklage von Happel gegen zwei Beschlüsse der Hauptversammlung vom März 2001 in allen Punkten zurückgewiesen. Nach Angaben der mg legte Happel gegen dieses Urteil innerhalb der vorgesehenen Frist keine Berufung ein.

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