Archiv
mg technologies weiter mit operativem Verlust - Prognose bestätigt

dpa-afx FRANKFURT. Der Spezialmaschinen- und Großanlagenbauer mg technologies ist im zweiten Quartal trotz einer Verringerung des operativen Verlustes unter den Erwartungen der Analysten geblieben. Der Konzern bestätigte am Mittwoch die positive Prognose für das Gesamtjahr und konkretisierte seinen Ausblick. Finanzvorstand Peter Steiner stellte in Frankfurt zudem eine Dividendenzahlung für 2004 in Aussicht.

dpa-afx FRANKFURT. Der Spezialmaschinen- und Großanlagenbauer mg technologies ist im zweiten Quartal trotz einer Verringerung des operativen Verlustes unter den Erwartungen der Analysten geblieben. Der Konzern bestätigte am Mittwoch die positive Prognose für das Gesamtjahr und konkretisierte seinen Ausblick. Finanzvorstand Peter Steiner stellte in Frankfurt zudem eine Dividendenzahlung für 2004 in Aussicht.

Nach ersten Verlusten drehte die im Mdax Aktie der mg technologies AG ins Plus und legte bis Mittag in einem schwachen Gesamtmarkt 0,61 % auf 9,96 ? zu. Analysten äußerten sich positiv.

Quartalszahlen

Der Verlust vor Steuern (EBT) sank in den Monaten April bis Juni auf 26,2 Mill. ? nach einem Minus von 79,7 Mill. ? im Vorjahr, wie mg meldete. Der Umsatz fiel von 981,6 auf 978,2 Mill. ?.

Die zehn von dpa-AFX befragten Analysten hatten im Schnitt allerdings mit einem Umsatzanstieg auf 996,3 Mill. ? und einem geringeren Vorsteuerverlust von 15,43 Mill. ? gerechnet. Der Konzern hatte die Vergleichszahlen aus dem Vorjahr um den Verkauf der Chemiesparte mit der Dynamit Nobel-Gruppe und solvadis bereinigt.

Hohe Buchverluste AUS Verkäufen

Der Nettoverlust kletterte im zweiten Quartal von 12,1 auf 151,1 Mill. ?. Grund seien unter anderem Buchverluste von 65 Mill. ? aus dem Verkauf von solvadis und von 66 Mill. ? aus dem Verkauf des defizitären Geschäftsbereichs Kesselbau. Die Abspaltung der nicht fortgeführten Aktivitäten führte im ersten Halbjahr nach mg-Angaben zu einem Verlust von 114 Mill. ?.

Beim Spezialmaschinenbauer GEA, dem wichtigsten Umsatzträger, stiegen die Erlöse im zweiten Quartal von 664,8 Mill. ? im Vorjahr auf 720,3 Mill. ?. Der Auftragseingang kletterte von 645,5 auf 759,9 Mill. ?. Vor Steuern verdiente die Sparte 50,2 (Vorjahr: 38,4) Mill. ?. Weiter rote Zahlen vor Steuern schrieben die Großanlagenbau-Töchter Lurgi und Lurgi Lentjes, während Zimmer einen kleinen Vorsteuergewinn erzielte.

Analysten reagierten positiv auf die Zahlen. "Mit dem Ergebnis für das erste Halbjahr sollte das Unternehmen die Vergangenheit hinter sich gelassen haben", sagte Analyst Richard Schramm von Hsbc Trinkaus & Burkhardt. Die Landesbank Baden-Württemberg (Lbbw) bestätigte die Einstufung mit "Kaufen". Bereits zuvor hatten die Analysten gesagt, die Quartalszahlen seien auf Grund der Einflüsse der Umstrukturierung nicht besonders aussagekräftig. Auch Finanzchef Peter Steiner bezeichnete die Ergebnisse am Mittwoch als "verzerrt".

Ausblick Bestätigt

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern unverändert mit einem Umsatz von rund 4,2 Mrd. ?. Der Vorsteuergewinn aus fortgeführten Aktivitäten werde bei 40 bis 60 Mill. ? liegen, sagte Finanzchef Steiner. Bisher hatte mg technologies lediglich einen Wert im "mittleren zweistelligen Millionenbereich" vorhergesagt.

Die Buchgewinne aus dem Verkauf der Chemiesparte seien in der Prognose nicht enthalten, betonte Steiner. mg technologies-Chef Udo Stark hatte vor kurzem den Buchgewinn aus dem Verkauf der fünf Unternehmen der Dynamit Nobel-Gruppe auf 300 bis 400 Mill. ? beziffert, die in die Ergebnisse des dritten Quartals einflössen.

Alle Segmente würden sich im laufenden Jahr im Vergleich zu 2003 verbessern, sagte der Finanzchef. Die Bochumer Tochter GEA als Kerngeschäft der neuen Struktur werde "ein besseres zweites Halbjahr" erzielen und in 2004 ein Ergebnis über dem Vorjahr ausweisen. Das "Sorgenkind" Lurgi solle Ende des Jahres die Gewinnschwelle erreichen. Auch für Lurgi Lentjes und Zimmer sagte Steiner schwarze Zahlen voraus.

MG Will Wachsen

Steiner sagte, der Konzern wolle intern und extern wachsen. Mehrere kleinere Akquisitionen sollten "zeitnah" durchgeführt werden. Der Finanzchef bestätigte, dass der Konzern Interesse an einer Übernahme der Duisburger Messo Gruppe habe. Die Transaktion sei aber noch nicht abgeschlossen. "Wir sind nicht unter Druck."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%