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Michael Schumacher auf Werbetour in Japan

Auch wenn es für Michael Schumacher in Japan um nichts mehr geht, ist er hochmotiviert. „Ich möchte gewinnen. Das ist ganz einfach“, nannte der siebenmalige Weltmeister bei seiner Werbetour in Tokio seine Zielsetzung für den Grand Prix in Suzuka.

dpa TOKIO. Auch wenn es für Michael Schumacher in Japan um nichts mehr geht, ist er hochmotiviert. "Ich möchte gewinnen. Das ist ganz einfach", nannte der siebenmalige Weltmeister bei seiner Werbetour in Tokio seine Zielsetzung für den Grand Prix in Suzuka.

Nach der Pleite beim Formel-1-Rennen in China mit Rang zwölf will der Rekordweltmeister auf einer seiner Lieblingsstrecken wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Beim Boxenstopp in Japans Hauptstadt machte der Ferrari-Star schon einmal eine gute Figur. Gut gelaunt und lächelnd erfüllte der 35-Jährige vier Tage vor dem vorletzten Grand Prix des Jahres seine Pflicht. "In diesem Jahr ist alles viel einfacher", sagte er und sah dabei richtig entspannt aus. Vor zwölf Monaten sicherte sich der 35-Jährige seinen sechsten WM-Titel erst in einem spannenden Saisonfinale - ein Punkt reichte damals, um den Finnen Kimi Räikkönen im Mclaren-Mercedes in Schach zu halten.

In diesem Jahr steht Schumi schon seit Spa-Franchorchamps als Weltmeister fest. Zuvor in Budapest sicherten sich die Roten den Konstrukteurstitel und seit dem Rennen in China vor eineinhalb Wochen steht Schumachers Teamkollege Rubens Barrichello (Brasilien) auch als Vize-Weltmeister fest. Beste Voraussetzungen also für den italienischen Traditionsrennstall, um schon jetzt für die nächste Saison Vollgas zu geben. Angesichts der kommenden Regeländerungen in der Formel 1 wird in Maranello schon kräftig getüftelt. "Das wird eine große Herausforderung. Der Kampf beginnt von vorne", sagte Ferraris "Superhirn" Ross Brawn.

Auf der Heim-Pressekonferenz von Ferrari-Reifenpartner Bridgestone läuteten sogar die Glocken und künstlicher Nebel stieg auf. Der Rekordweltmeister und seine Getreuen füllten den Ballsaal in einem noblen Hotel in Tokio. Kräftig rührte der Kerpener die Werbetrommel für den Reifenhersteller, der im letzten Jahr noch in der Kritik stand: "Sie haben hart gearbeitet und nie aufgegeben."

"Unerwartet", beschied Schumacher der Menge, sei die Dominanz der Scuderia für ihn selbst gewesen. Schließlich hätten vor dem Startschuss viele etwas anderes gedacht, erinnerte Schumacher an die großen Sprüche der Herausforderer zu Jahresbeginn.

Ralf Schumacher war auch einer dieser Jäger. Nun will er sich nur noch mit einer ordentlichen Leistung von Williams-BMW verabschieden. Nach dem Ärger in Schanghai, als der Weltmeister-Bruder nach einem verpatzten Boxenstopp nicht mehr ins Auto einsteigen wollte, ist er in Suzuka "voll motiviert".

Immerhin hat der 29 Jahre alte Rennfahrer ein Jahr in Japan gelebt und fährt in der nächsten Saison für Toyota. Sein neuer Teamkollege Jarno Trulli (Italien) bestreitet nach dem Rauswurf bei Renault schon sein erstes Rennen für die Japaner. Wie es mit den Jordan-Piloten Timo Glock und Nick Heidfeld weitergeht ist angesichts der momentanen Wirren in der Formel 1 weiter offen.

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