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Michael Schumacher relaxt in Kanadas Wäldern

Montreal (dpa) - Vor die Arbeit hat Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher das Vergnügen gestellt. Der Ferrari-Pilot zog sich mit seiner Frau Corinna und einigen Freunden in die Natur Kanadas zurück, um vor den Rennen in Montreal und Indianapolis noch einmal abzuschalten.

Montreal (dpa) - Vor die Arbeit hat Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher das Vergnügen gestellt. Der Ferrari-Pilot zog sich mit seiner Frau Corinna und einigen Freunden in die Natur Kanadas zurück, um vor den Rennen in Montreal und Indianapolis noch einmal abzuschalten.

«Was kann es besseres geben? Und das Allerbeste daran ist: man freut sich richtig drauf, endlich wieder im Rennauto zu sitzen», sagte der Rekord-Weltmeister. Der 35-Jährige kann als souveräner WM-Führender entspannt zum Rennen nach Montreal aufbrechen. «Was die Strecke anbetrifft, gibt es sicherlich größere fahrerische Herausforderungen auf dem Kalender, dennoch fahre ich gern in Montreal», schrieb der sechsmalige Weltmeister auf seiner Homepage (www.michael-schumacher.de). Es sei eine interessante Aufgabe, richtig auf diesen Kurs vorbereitet zu sein.

Zum Schrecken der abgehängten Konkurrenz sieht Michael Schumacher sich und sein Team nicht nur für das Rennen auf der Insel Notre Dame im St.-Lorenz-Strom, sondern auch für den Großen Preis der USA am 20. Juni bestens gewappnet. «Sowohl Montreal als auch Indianapolis sollten uns von der Strecken-Charakteristik her liegen, daher erwarte ich uns absolut konkurrenzfähig.»

Der 4,361 Kilometer lange Circuit Gilles Villeneuve zählt ohnehin zu Schumachers Erfolgsstrecken: bei zwölf Starts siegte er sechs Mal (1994/97/98/00/02/03). Drei Mal war er Zweiter, unter anderem 2001 hinter seinem Bruder Ralf. Im vergangenen Jahr feierten die Schumacher-Brüder einen weiteren Doppel-Erfolg - doch diesmal war der Schumacher im Ferrari vor dem Schumacher im Williams-BMW. «Ich denke nur noch von Rennen zu Rennen», rechnet Ralf Schumacher in Montreal nicht mit der Wende.

Genau wie das andere kriselnde britisch-deutsche Team, McLaren-Mercedes, setzt auch Williams-BMW auf die zweite Saisonhälfte, die beim Großen Preis von Frankreich am 4. Juli beginnt. Die Silberpfeile reisen mit einem leistungsschwächeren Motor nach Nordamerika, nachdem das Team beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring wegen schadhafter Kolben von gleich drei Motorschäden geplagt worden war. Die Hoffnungen der Silbernen liegen auf den runderneuerten MP4-19B.

Rekordjäger Michael Schumacher dagegen könnte mit einem weiteren Erfolg in Kanada nebenbei noch eine weitere Bestmarke aufstellen. Als erster Formel-1-Fahrer würde er auf sieben Siege auf derselben Strecke kommen. Das hat noch niemand geschafft. Als schärfsten Konkurrenten sieht Schumacher Saison-Aufsteiger BAR-Honda mit seinen Piloten Jenson Button und Takuma Sato. Die Charakteristik von Montreal erinnere an Imola, «und dort waren sie extrem stark. Wir aber auch, insofern können wir einen guten Kampf erwarten.» Beim Großen Preis von San Marino im April war Button hinter Schumacher Zweiter geworden.

Vor dem achten Saisonrennen führt Schumacher die WM-Wertung nach sechs Siegen mit 60 Punkten vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello (46) und BAR-Honda-Pilot Jenson Button (38) an. Bei den Konstrukteuren liegt Ferrari (106) weit vor Renault (61), BAR-Honda (46), Williams-BMW (36), Sauber (10) und McLaren-Mercedes (5).

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