Michael Schumacher startet aus Reihe zwei
Ralf Schumacher holt erneut die Pole

Ralf Schumacher hat seinem Bruder Michael eine bittere Niederlage zugefügt und entpuppt sich immer mehr als Trainings-Weltmeister. Der Williams-BMW-Pilot holte sich in Magny- Cours seine dritte Pole-Position in den zurückliegenden vier Grand Prix.

HB/dpa MAGNY COURS. "Ich hoffe, wir können die Plätze 1 und 2 auch beim Großen Preis von Frankreich nach Hause fahren", sagte Ralf Schumacher strahlend zur erneuten ersten Startreihe in Weiß-Blau, die sein Teamkollege Juan Pablo Montoya als Zweiter des Qualifikationstrainings am Samstag perfekt gemacht hatte.

Michael Schumacher schaute nach seinem dritten Rang dagegen etwas bedröppelt aus der Wäsche. "Ich versuche, im Rennen den Spieß umzudrehen", kündigte der fünfmalige Formel-1-Weltmeister aus Kerpen für Sonntag (Start: 14.00 Uhr/RTL und Premiere) leicht gequält Revanche an. "Wir waren einfach zu langsam." Der Ferrari-Star lag auf dem umgebauten Circuit de Nevers 0,461 Sekunden hinter seinem Bruder, der auf dem 4,411 Kilometer langen Kurs 1:15,019 Minuten benötigte.

Ralf Schumacher darf sich nach seiner insgesamt vierten Pole- Position - seine erste hatte er 2001 ebenfalls in Magny-Cours geholt - berechtigte Hoffnungen machen, seinen jüngsten Höhenflug fortsetzen und in der WM-Wertung seinem Bruder noch enger auf die Pelle rücken zu können. Nach seinem Sieg auf dem Nürburgring liegt der 28 Jahre alte Rheinländer 15 Punkte hinter Spitzenreiter Michael Schumacher (58). McLaren-Mercedes-Mann Kimi Räikkönen (51) ist WM-Dritter.

Ralf Schumacher reckte nach seiner perfekten Runde beide Daumen in die Höhe und strahlte über beide Backen. "Es scheint, dass Williams- BMW hier Vorteile hat", bestätigte er, dass Magny-Cours zu Recht als Michelin-Strecke eingestuft wird. Bei trockenen Bedingungen und 22 Grad konnte sich nur Michael Schumacher dank seiner Fahrkunst als einziger Vertreter eines Teams mit Bridgestone-Pneus in den Top- Sieben gegen die Michelin-Übermacht behaupten. Im Vorjahr hatte sich der 34 Jahre alte Kerpener hier noch dank seines sechsten Frankreich- Sieges zum frühzeitigsten Weltmeister der Grand-Prix-Geschichte gekürt.

"Natürlich sind wir sehr, sehr zufrieden mit der ersten Startreihe", sagte "Schumi II". Vor drei Wochen war der britisch- bayerischen Allianz beim Großen Preis von Kanada dieses Kunststück erstmals in dieser Saison geglückt. "Ferrari scheint aber fürs Rennen gut gerüstet zu sein", meinte er. "Hoffentlich hat mein Bruder Recht", konterte der ältere Schumacher.

Der Finne Räikkönen belegte im Qualifying den vierten Platz vor seinem schottischen Silberpfeil-Teamkollegen David Coulthard. "Eine ordentliche Ausgangsposition für uns", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug angesichts des knappen Rückstands auf Michael Schumacher, der im Titelrennen die Messlatte für das britisch- schwäbische Team ist.

Unter ferner liefen landete dagegen das Mönchengladbacher Sauber- Duo. Nick Heidfeld wurde 15.; Heinz-Harald Frentzen 16. Frentzen kommentierte sein schlechtestes Saisonresultat gelassen: "Ich hoffe, dass wir ins Ziel kommen. Dann haben wir Chancen auf Punkte."

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