Michigan: Republikaner liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Michigan
Republikaner liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Bei den Vorwahlen der US-Präsidentschaftskandidaten in Michigan zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Republikanern ab. In dem wirtschaftlich kriselnden Staat stand dabei besonders der Millionär und frühere Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney unter Druck. Er braucht dringend einen Sieg, um sich weiter Chancen ausrechnen zu können.

HB DETROIT. Mitt Romney lag in Umfragen in Michigan mit dem nach den ersten Vorwahlen bei den Republikanern führenden John McCain etwa gleichauf. Während der frühere Senator von Arizona und Vietnamkriegsgefangene darauf hoffen konnte, seinen Vorsprung auszubauen, brauchte Romney aber dringend einen Sieg. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs standen soziale und wirtschaftliche Themen. Beide versprachen der Bevölkerung des US-Staates, sich um neue Arbeitsplätze zu kümmern. Auf Platz drei sahen die Umfragen den Baptistenprediger und ehemaligen Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee. Es wurde erwartet, dass sich rund 20 Prozent der Wahlberechtigten an der Vorwahl beteiligen.

Für die Demokraten war die Vorwahl in Michigan unwichtig. Die Partei hat dem US-Staat die Delegiertenstimmen für den Wahlparteitag Ende August entzogen, weil er sich nicht an die Regeln für die Terminansetzung der Vorwahl gehalten hat. Alle führenden Kandidaten verzichteten daher auf jeden Wahlkampf in Michigan. Barack Obama und der in Umfragen an dritter Stelle platzierte John Edwards ließen sogar ihre Namen von den Stimmzetteln entfernen.

Die führenden Kandidaten bei den Demokraten, Obama und Hillary Clinton, konzentrierten sich schon auf die Vorwahl am Samstag in Nevada, wo wieder ein enges Rennen erwartet wird. Beide bemühten sich nach zuletzt immer heftigeren Wahlkampftönen sichtlich um Schadensbegrenzung. Obama sagte am Montag, er wolle nicht, dass der Wahlkampf zu einer Schlammschlacht entarte, so dass die eigentlichen Ziele aus dem Blick gerieten. Clinton erwiderte kurz darauf, es sei an der Zeit, sich wieder der Gemeinsamkeiten bewusst zu werden. Zuvor waren am Wochenende gegenseitige Unterstellungen laut geworden, die Frage der unterschiedlichen Hautfarbe in den Zweikampf hineinzuziehen. Obama könnte bei einer Bestätigung seiner Kandidatur der erste US-Präsident mit dunkler Hautfarbe werden. Clinton wiederum will als erste Frau vom Weißen Haus aus regieren.

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