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Micrologica-Antrag auf Aussetzung der Delisting-Regeln abgelehnt

Der insolvente Softwarehersteller Micrologica hat in seinem Bemühen um einen Verbleib am Neuen Markt eine Niederlage erlitten. Ein Schiedsgericht habe den Antrag des Insolvenzverwalters zurückgewiesen, die seit Oktober 2001 geltenden Ausschluss-Regeln der Deutschen Börse bei Micrologica auszusetzen, teilte die Gesellschaft mit.

rtr BARGTEHEIDE. Über mögliche Rechtsmittel könne erst nach Vorliegen der schriftlichen Begründung des Schiedsspruchs entschieden werden. Sollte dieses oder weitere anhängige Verfahren Rechtskraft erlangen, werde Micrologica zu gegebener Zeit in den Geregelten Markt wechseln. Nach dem seit Oktober geltenden verschärftem Regelwerk für Firmen am Neuen Markt werden insolvente Gesellschaften aus dem Wachstumssegment ausgeschlossen.

Micrologica will den Angaben zufolge in 14 Tagen auf einer Gläubigerversammlung über einen Insolvenzplan mit Entschuldung und dem Fortbestand der Firma abstimmen. Ende April vergangenen Jahres war das Insolvenzverfahren über das Unternehmen eröffnet worden. Im November hatte Micrologica Berufung gegen die Entscheidung der Deutschen Börse, die Aktie vom Handel am Neuen Markt auszuschließen, angekündigt. Die Börse hatte damals mitgeteilt, Micrologica werde wegen der Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit Ablauf des 6. Dezember vom Neuen Markt verbannt. Die Micrologica-Aktie lag am Mittwochvormittag bei dünnen Umsätzen über sieben Prozent im Plus bei 0,29 ?.

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