Micron Technologies und Intel im Minus
US-Aktien tendieren uneinheitlich

Die New Yorker Börsen eröffnen uneinheitlich. Der Nasdaq Index notiert in der Verlustzone. Chipaktien belasten die Technologiebörse. Der Dow hält sich noch tapfer in der Gewinnzone.

NEW YORK. Investoren hegen von neuem Bedenken, die abkühlende US-Konjunktur könnte der Nachfrage auf dem Chipsektor schaden. Öl in die Flamme gießen die Geschäftszahlen von Applied Materials . Der größte Hersteller von Maschinen zur Chipproduktion hat am Mittwoch nach Börsenschluss zwar gute Quartalszahlen gemeldet, zudem hat die Auftragslage mit 3,6 Milliarden Dollar ein Rekordniveau erreicht. Doch wie Finanzchef Joseph Bronson mitteilt, könnten die Ergebnisse in der zweiten Jahreshälfte 2001 durch geringere Verkäufe von Handys und PCs sowie die abkühlende US-Wirtschaft belastet werden. Applied Materials bleibt bei der Investmentbank Goldman Sachs auf der Empfehlungsliste.



Trotz positiver Analystenkommentare geht es für Micron Technologies ebenfalls ins Minus. Der Chiphersteller konnte auf einem gestrigen Analystentreffen mehrere Experten für sich gewinnen. Micron Technologies habe eine wettbewerbsfähige Position. Goldman Sachs bestätigt die Aktie auf der Empfehlungsliste. Die Anleger scheint das jedoch noch nicht zu beeindrucken.



Die Aktien der Autohersteller haben heute einen schweren Tag. Goldman Sachs hat die Daimler-Chrysler von "Market Outperformer" auf "Marktperformer" herabgestuft und die Gewinnaussichten für das laufende Jahr und 2001 gesenkt. Um im Wettbewerb Schritt halten zu können, werden mehrere Chryslermodelle 3 000 Dollar billiger angeboten, was die Gewinnmargen belastet. Wachstumsbedenken bringen auch Ford und General Motors in Verlegenheit. Die Werte fallen nach Börseneröffnung.



3M

eröffnet als Dow Jones Gewinner. Der Hersteller von Produkten wie Post-It Notizblättern plant einen Aktienrückkauf. Wie das Unternehmen mitteilt, sollen bis zu zehn Millionen und damit 2,5 Prozent der ausstehenden Aktien zurück gekauft werden. 3M verfolgt eigenen Angaben zufolge unter anderem das Ziel, die Aktien für Übernahmen einzusetzen. Bereits gestern empfahl das Analystenhaus UBS Warburg das Papier zum Kauf.



Aufwärts geht es für die Aktie von Starwood Hotels and Resorts. Der Wert soll in den S&P 500 Index aufgenommen werden. Der Wert wird nun für Index basierte Fonds aufgekauft.



Time Warner

und American Online werden den selbstgestellten Termin für den Abschluss der Fusion vermutlich nicht einhalten können, meldet das Wall Street Journal. Über die Bühne gehen sollte der Zusammenschluss eigentlich am 21. Dezember, doch die amerikanische Wettbewerbsbehörde hatte vergangene Woche eine Frist um drei Wochen verlängert. Beide Aktien tendieren schwächer.



Mit Spannung erwarten heute Investoren die Quartalsergebnisse von VA Linux und Starbucks . Für Linux, den Anbieter Linux-kompatibler Server liegen die Konsensschätzungen bei 15 Cents pro Aktie. Für die Kaffeehaus-Kette Starbucks erwarten Analysten im Schnitt einen Gewinn von 22 Cents pro Aktie. Der Titel hat in der vergangenen Zeit von der geographischen Expansion der Kette profitiert.



Eine Reihe von Wirtschaftsdaten wurden vor Handelsbeginn veröffentlicht. Neben den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung und den durchschnittlichen Wochenlöhnen wurde auch der Verbraucherpreisindex veröffentlicht.



Die Verbraucherpreise stiegen im Oktober um 0,2 Prozent und liegt damit im Rahmen der Erwartungen. Im September hatten die Verbraucherpreise noch um 0,5 Prozent zugelegt. Die um die volatilen Bereiche der Energie- und Lebensmittelpreise bereinigte Kernrate stieg ebenfalls um 0,2 Prozent und erfüllt damit ebenfalls die Erwartungen der Experten.

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