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Micronas mit niedrigerem Gewinn bei höherem Umsatz im zweiten QuartalDPA-Datum: 2004-07-14 09:54:36

(dpa-AFX) Zürich - Der Schweizer Halbleiterhersteller Micronas < Mnsn.ETR > hat im zweiten Quartal bei höherem Umsatz einen niedrigeren Überschuss erzielt. Wegen steigender Nachfrage habe der konsolidierte Nettoumsatz im Vergleich zum ersten Quartal um 5,6 Prozent auf 250,5 Millionen Schweizer Franken (165 Mio Euro) zugelegt, teilte das im Tecdax < Tdxp.ETR > notierte Unternehmen am Mittwoch in Zürich mit. Währungsbereinigt betrug das Wachstum 7,5 Prozent. Im Vergleichsquartal 2003 hatte der Umsatz noch fast 60 Prozent niedriger bei 158,6 Millionen Franken gelegen. Die Micronas-Aktien verloren nach Bekanntgabe der Zahlen.

(dpa-AFX) Zürich - Der Schweizer Halbleiterhersteller Micronas < Mnsn.ETR > hat im zweiten Quartal bei höherem Umsatz einen niedrigeren Überschuss erzielt. Wegen steigender Nachfrage habe der konsolidierte Nettoumsatz im Vergleich zum ersten Quartal um 5,6 Prozent auf 250,5 Millionen Schweizer Franken (165 Mio Euro) zugelegt, teilte das im Tecdax < Tdxp.ETR > notierte Unternehmen am Mittwoch in Zürich mit. Währungsbereinigt betrug das Wachstum 7,5 Prozent. Im Vergleichsquartal 2003 hatte der Umsatz noch fast 60 Prozent niedriger bei 158,6 Millionen Franken gelegen. Die Micronas-Aktien verloren nach Bekanntgabe der Zahlen.

Besonders das Kerngeschäft Consumer habe sich im zweiten Quartal vorteilhaft entwickelt, hieß es. Wegen der Fußball-Europameisterschaft und der Olympischen Spiele hätten die Fernsehhersteller mit einem Anstieg der Konsumentennachfrage nach hochwertigen Bildröhren-, LCD/Plasma-Fernsehern und DVD-Rekordern gerechnet. Daher sei die Lieferkette gut bestückt worden. Im Geschäftsfeld Automotive profitiere Micronas Semiconductor trotz der Nachfrageschwäche im Automobilmarkt von der Zunahme an elektronischen Komponenten in den Autos.

Höhere Steuerbelastungen Drücken DEN Reingewinn

Den Reingewinn drückten im zweiten Quartal höhere Steuerbelastungen. Er sank gegenüber den ersten drei Monaten um 4 Prozent auf 35,8 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies jedoch ein Plus von rund 94 Prozent. Damals hatte die Gruppe einen Überschuss von 18,5 Millionen Franken erzielt.

Der Betriebsgewinn (Ebit) legte gegenüber dem Vorquartal um 2,6 Prozent auf 54,5 Millionen Franken zu. Damit lag das Unternehmen über den Schätzungen der Experten. Elf befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebit von 49,9 Millionen Franken gerechnet. Im zweiten Quartal 2003 hatte die Gruppe ein Ebit von 21,3 Millionen Franken verbucht.

Ausblick: 'Anhaltend Unsichere Konjunkturentwicklung'

Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr vermied der Halbleiterhersteller und verwies statt dessen auf eine "anhaltend unsichere Konjunkturentwicklung". Es sei zu erwarten, dass die Nachfrage nach den Produkten weiter steigen werde, hieß es lediglich. Eine Sprecherin verwies auf die noch anstehende Telefonkonferenz am Vormittag. Bei der Bekanntgabe der Zahlen des ersten Quartals hatte Micronas für das Gesamtjahr noch ein Umsatzwachstum von "20 Prozent oder mehr" und eine Netto-Umsatzrendite "von über 10 Prozent" prognostiziert.

Analyst Thomas Hofmann von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) war davon ausgegangen, dass die Gruppe ihren "sehr konservativen Ausblick" nach oben korrigiert. Wie Hofmann in einer Studie schrieb, hob die LRP ihre Ergebnisschätzung für 2004 auch ohne konkreten Ausblick von Micronas von bisher 3,63 auf 4 Franken je Aktie an.

Die Aktien des Halbleiterherstellers verloren nach Bekanntgabe der Zahlen am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn 3,77 Prozent auf 33,19 Euro. Nach Ansicht von Hofmann ist die Kursentwicklung an diesem Mittwoch von der negativen nachbörslichen Performance der Intel-Aktie < Intc.NAS > < INL.FSE > geprägt. Der weltgrößte Chiphersteller hatte am Vorabend trotz teils erwartungsgemäß ausgefallener Quartalszahlen mit seinem Ausblick enttäuscht.

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