Microsoft bezeichnet Linux als möglicherweise virenbehaftet
Nutzung des Mobile Internet Toolkits auf Linux verboten

Microsoft setzt seine Politik der Nadelstiche gegen Open-Source-Software fort. Wie der Informationsdienst ZDNet berichtet, verbietet Microsoft in den Lizenzvereinbarungen für sein Entwicklertool "Mobile Internet Toolkit" den Einsatz des Programms in Zusammenhang mit "möglicherweise virenbehafteter Software".

ddp REDMOND. Zu den namentlich genannten Ausschluss-Programmen gehört Software, die auf Open-Source-Lizenzen wie General Public License, Lesser General Public License, Mozilla Public License und Sun Industry Standards License basiert. Damit ist auch eine Nutzung des "Mobile Internet Toolkit" mit dem Linux-Betriebssystem prinzipiell verboten, so ZDNet.

Während amerikanische Anwälte nicht überrascht sind, dass Microsoft nun auch in den Lizenzvereinbarungen für seine Produkte gegen Open-Source-Programme vorgeht, erweckt die Formulierung "möglicherweise virenbehaftete Software" unter Fachleuten einige Verwunderung. Der Linux-Informationsservice "Linux Today" hat die neuen Lizenzvereinbarungen bereits veröffentlicht und erwartet von seinen Lesern einen Sturm der Entrüstung.

In den vergangenen Wochen hatten sich Microsoft-Führungskräfte bei zahlreichen Gelegenheiten abfällig gegen die Open-Source-Bewegung geäußert und sie unter anderem als "Krebsgeschwür" der Software-Branche bezeichnet. Open-Source-Software sind Computer-Programme deren Quell-Code für jeden einsehbar ist, die kostenfrei eingesetzt werden und von jedem Programmierer unter der Bedingung verändert werden können, dass auch Verbesserungen wieder mit Quell-Code zur Verfügung gestellt werden.

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