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Microsoft: Börsengeschäfte verschönern Bilanz

Microsoft fehlt der Optimismus. Der weltgrößte Software-Konzern konnte zwar im vierten Quartal die nach unten revidierten Umsatz- und Gewinnschätzungen des Marktes einhalten. So stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 6,58 Milliarden Dollar, dabei konnte ein Überschuss von 43 Cents pro Aktie eingefahren werden.

Das Management setzt jedoch die Prognosen für das erste Quartal zurück. So sei lediglich mit einem Ertrag zwischen 39 und 40 Cents pro Aktie zu rechnen und nicht, wie erwartet, mit einem Überschuss von 45 Cents. Analysten dürften ebenfalls bemängeln, dass das Ergebnis durch Investmenteinnahmen aufpoliert wurde. Laut Goldman Sachs erzielte Microsoft im Fiskaljahr 2001 etwa eine Milliarde Dollar an Investmenterträgen. Nicht zuletzt dank dieser Form von "Bilanzkosmetik", kann Microsoft die Prognosen für das Fiskaljahr 2002 auf eine Spanne von 1,91 bis 1,95 Dollar pro Aktie anheben. Kursgewinne durch den Verkauf von Aktien der Reisetochter Expedia sollten auch im Fiskaljahr 2002 zu einem Gewinn von zwölf Cents pro Aktie führen. Eine niedrigere Steuerquote wird den Ertrag um weitere drei Cents pro Aktie anheben. Goldman Sachs stuft den Wert weiterhin mit "kaufen" ein. Die Analysten glauben jedoch, dass die reduzierten Erwartungen für das erste Quartal und die Investmenterträge den Aktienkurs kurzfristig belasten werden.

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