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Microsoft-Chef Ballmer: Treten nicht im Kerngeschäft von SAP anDPA-Datum: 2004-07-13 20:31:10

Toronto (dpa) - Microsoft wird Europas größten Softwarekonzern SAP nicht in dessen Kerngeschäft mit betriebswirtschaftlichen Programmen für Großunternehmen angreifen. Das sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer am Mittwoch auf der weltweiten Partner-Konferenz in Toronto.

Toronto (dpa) - Microsoft wird Europas größten Softwarekonzern SAP nicht in dessen Kerngeschäft mit betriebswirtschaftlichen Programmen für Großunternehmen angreifen. Das sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer am Mittwoch auf der weltweiten Partner-Konferenz in Toronto.

«Wir konzentrieren uns mit Microsoft Business Solutions voll auf den Mittelstand und kleinere Unternehmen», sagte Ballmer. Wenn Microsoft allerdings in diesem Marktsegment auf SAP als Wettbewerber stoße, werde sein Unternehmen hart um jeden einzelnen Kunden kämpfen.

Ballmer hatte im vergangenen Herbst zusammen mit Microsoft-Gründer Bill Gates noch die Absicht verfolgt, das deutsche Vorzeige-Unternehmen aufzukaufen. Nach langwierigen Gesprächen der Microsoft-Führung mit der SAP-Spitze waren die Fusionspläne im Frühjahr 2004 von beiden Seiten zu den Akten gelegt worden. «Wir kennen die Jungs von SAP jetzt viel besser», sagte Ballmer. SAP und Microsoft seien durch eine intensive Zusammenarbeit jetzt in der Lage, besser auf die Wünsche von gemeinsamen Kunden einzugehen. «Die Fusion wäre aber zu komplex gewesen.»

Auch ohne das oberste Segment des Marktes für Business-Software biete sich Microsoft viel Spielraum für ein enormes Wachstum. «Wenn wir weltweit eine Marktdurchdringung mit unseren Business Solutions hätten wie in Dänemark, würden wir in diesem bereich zehn Mal soviel Umsatz machen wie heute. Mein Ziel ist es also, die ganze Welt in drei Jahren dänisch zu machen.» Dänemark war der Hauptsitz des von Microsoft übernommenen Softwareunternehmens Navision und ist noch heute eines der Entwicklungszentren für Business-Software von Microsoft.

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