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Microsoft gewinnt mehr als erwartet

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat im ersten Quartal 2001/02 im Kerngeschäft - vor Beteiligungsverlusten von 1,2 Mrd. Dollar - die Gewinnprognosen der Analysten übertroffen.

rtr SEATTLE. Der größte Softwarehersteller der Welt teilte am Donnerstag in Seattle mit, der Reingewinn für das zum 30. September abgelaufene Quartal habe 1,28 Mrd. Dollar oder 23 Cents je Aktie betragen, verglichen mit 2,2 Mrd. Dollar oder 46 Cents je Aktie ein Jahr zuvor. Ohne den Beteiligungsverlust von 1,2 Mrd. Dollar habe der Gewinn je Aktie aber bei 43 Cent gelegen. Von Thomson Financial/First Call befragte Analysten hatten den Gewinn je Aktie zwischen 38 und 42 Cents erwartet. Im nachbörslichen Instinet-Handel zogen Microsoft-Aktien auf 57,50 Dollar an, nachdem sie an der Nasdaq mit 56,75 Dollar bereits 1,29 % höher geschlossen hatten.

Der Umsatz im ersten Quartal stieg nach Microsoft-Angaben auf 6,13 (5,8) Mrd. Dollar. Analysten hatten einen Umsatz von 5,9 bis 6,5 Mrd. Dollar erwartet. "Das sah ziemlich gut aus", sagte Brendan Barnicle, Analyst bei Pacific Crest. "Wenn man die Sonderbelastung rausrechnet, bekommt man eine ziemlich schöne Zahl." Ein Einfluss der Anschläge vom 11. September sei nicht festzustellen gewesen, sagte Finanzchef John Connors. Der PC-Absatz sei vergleichsweise schwach gewesen, was ein Einfluss sein könne. "Als Ausblick für den Dezember denken wir, dass der PC-Markt ein paar Punkte niedriger oder gleichbleibend sein dürfte. Das wäre ein schwächerer Markt als von uns erwartet", sagte er. Fast alle neuen PCs werden mit den Betriebssystemen aus Redmond ausgestattet und XP wird von Microsoft als wichtigste Neuerung der Systemsoftware seit sechs Jahren genannt.

Analyst Roger Kay von International Data Corp sagte dazu: "Das sieht mir danach aus, dass Microsoft davon ausgeht, dass XP für dieses Jahr keinen großen Schub geben wird." Andere Analysten meinen, es werde nur einen glanzlosen Einstand für Windows XP geben.

Als Ausblick teilte der durch seine Windows-Betriebssysteme bekannte Softwarehersteller mit, er erwarte im laufenden zweiten Quartal einen Umsatz zwischen 7,1 und 7,3 Mrd. Dollar nach 6,5 Mrd. Dollar vor einem Jahr, der vom neuen Windows-XP-Betriebssystem und dem Erscheinen der Videospiel-Konsole Xbox getragen werde. Der operative Gewinn werde bei 2,9 bis 3,0 Mrd. Dollar liegen nach 3,2 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum.

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