Microsoft-Gründer in Davos: Gates fordert gerechtere Verteilung von Investitionen

Microsoft-Gründer in Davos
Gates fordert gerechtere Verteilung von Investitionen

Microsoft-Gründer Bill Gates hat sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für eine gerechtere Verteilung der weltweiten Investitionen ausgesprochen. Er selbst kündigte eine umfangreiche Förderung durch seine Stiftung in Afrika und weiteren armen Regionen an.

HB DAVOS. Die Unternehmen sollten verstärkt mit Regierungen und privaten Organisationen zusammenarbeiten, um die Vorteile des Kapitalismus auch zu den ärmsten Menschen zu bringen, sagte Gates bei Beratungen des Weltwirtschaftsforums in Davos. Es gebe zwar Verbesserungen, die aber nicht allen zugute kämen und nicht schnell genug seien.

Gates hat sich weitgehend aus dem operativen Geschäft von Microsoft zurückgezogen und leitet nun die von ihm gegründeten Stiftung Bill und Melinda Gates, eine der weltweit finanzkräftigsten Wohlfahrtsorganisationen.

Gates kündigte an, seine Stiftung werde Kleinbauern in Afrika und weiteren armen Regionen mit knapp einer Drittel Milliarde Dollar fördern. Das Geld solle für hochwertiges Getreide verwendet werden. Ziel sei es außerdem, die Qualität des Bodens zu verbessern und neue Märkte für die landwirtschaftlichen Produkte zu erschließen. Ein Wandel in der Landwirtschaft sei notwendig, um die extreme Hungersnot und Armut in der Welt zu beenden. Die meisten Kleinbauern in den betroffenen Ländern seien Frauen.

Die Beratungen der Konferenz mit rund 2500 Vertretern aus Regierung, Wirtschaft und Forschung werden seit Mittwoch von den Sorgen um eine mögliche Rezession in den USA und den Folgen für die Weltwirtschaft geprägt. Dieses Thema sollte auch am Freitag in einer Diskussion des indischen Finanzministers Palaniappan Chidambaram und dem Präsidenten der Barclays Bank, Jerry del Misier, eine große Rolle spielen.

Am Donnerstag waren Appelle von Friedensnobelpreisträger Al Gore und Rockmusiker Bono auf Aufmerksamkeit gestoßen: Gore forderte einen stärkeren Einsatz gegen den globalen Klimawandel, U2-Sänger Bono verlangte von den führenden Industriestaaten mehr Engagement im Kampf gegen die Armut in der Welt.

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