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Microsoft mit Gewinnwarnung

Die Zeiten ändern sich. Das mussten einige Anleger schon schmerzhaft erfahren. In den vergangenen fünf Jahren waren Computer und Kommunikationsunternehmen die treibenden Kräfte des Aktienmarktes. Nun wendet sich das Blatt. Microsoft veröffentlichte gestern das erste Mal in zehn Jahren eine Gewinnwarnung. Der weltgrößte Softwarekonzern reduziert die Erwartungen für das zweite Quartal um fünf bis sechs Prozent. Als Begründung für das enttäuschende Ergebnis führt Microsoft an, was wir in der Vergangenheit bereits so oft hörten: Es liege an der lahmenden US-Konjunktur.

Nur wenige Minuten bevor Microsoft gestern die Gewinnwarnung veröffentlichte, meldete Oracle seine Quartalszahlen. Der Datenbankspezialist ist eines der wenigen Unternehmen, das Grund zur Freude hat. Oracle konnte die Erwartungen der Analysten um einen Cent übertreffen. Oracle erklärte erfrischender Weise, dass das Geschäftsergebnis nicht durch die Abkühlung der US-Konjunktur unter Druck geraten sei. Vorbörslich legt die Aktie zu.



Wie bereits bei den Erzeugerpreisen am Donnerstag lassen sich aus den Verbraucherpreisen keine Inflationstendenzen ableiten. Der Verbraucherpreisindex ist wie erwartet um 0,2 Prozent angestiegen. Die Kernrate ohne die Bereiche Lebensmittel und Energie kletterte zwar um 0,3 Prozent und stieg damit 0,1 Prozent stärker als erwartet, aber beunruhigend stimmt dieser Anstieg die Anleger nicht. Positiv für die Wall Street sind die Realeinkommen ausgefallen, die im November 0,1 Prozent gefallen sind. Am kommende Dienstag wird nun die letzte Notenbanksitzung im laufenden Jahr stattfinden. Einer Zinssenkung Anfang nächsten Jahres wird daher immer wahrscheinlicher.



Adobe

konnte ebenfalls die Erwartungen der Analysten übertreffen. Zwar ging der Gewinn des Softwareherstellers im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 20 Prozent zurück, lag aber immer noch über den Prognosen. Die Aktie kann vor Handelsstart an Wert gewinnen.



Bei Cisco drehte sich das Personalkarussell. Die Aktie verliert vorbörslich an Wert, nachdem der Vizepräsident Gary Daichendt das Unternehmen in Kürze verlassen wird. Mit Daichendt verlässt bereits der zweite Topmanager in vier Monaten den Netzwerkausrüster. Die Anleger sind wenig erfreut. Die Aktie verliert vorbörslich.



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