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Microsoft-Prozesses geht offenbar bald weiter

Das US-Justizministerium hat seinen Plan aufgegeben, noch vor dem Verkaufsstart von Windows XP Ende Oktober ein Urteil im Kartellverfahren gegen den Software-Konzern Microsoft zu erwirken.

ddp WASHINGTON. Nach Informationen der Tageszeitung "The Mercury News" will die Klägerseite nun eine Entscheidung erreichen, bevor Windows XP seine Marktposition festigen kann. Richterin Colleen Kollar-Kotelly solle deshalb umgehend einen Termin für die erste Anhörung festsetzen, drängt das Justizministerium.

Kläger und Beklagte hatten am Donnerstag (Ortszeit) ihre Stellungnahmen beim zuständigen Bezirksgericht in Washington D.C. eingereicht. Ursprünglich waren Anhörungen in der Sache noch für September geplant. Aufgrund der Attentatsserie ist der Termin jedoch mehrfach verschoben worden. Microsoft macht in seinem Schriftstück geltend, dass das Unternehmen mindestens sechs Monate brauche, um neue Beweise für seine Unschuld vorzubringen.

Colleen Kollar-Kotelly hat die Aufgabe, im Kartellverfahren ein neues Strafmaß festzulegen. Die ursprüngliche Entscheidung, den Konzern aufzuspalten, war von einem Berufungsgericht als unangemessen zurück gewiesen worden. Die Klägerseite befürchtet nun, dass Microsoft mit Einführung von Windows XP seine Politik der Verdrängung der Konkurrenten mit unlauteren Mitteln fortsetzen wird.

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