Microsoft und AOL Time Warner verlieren
Wall Street startet fast unverändert in den Handel

Die Wall Street starten uneinheitlich in die verkürzte Börsenwoche. Mit einer eher dünnen Flut an Ertragsmeldungen und einem jüdischen Feiertag an diesem Dienstag dürfte das Handelsvolumen eher flau bleiben. Zudem gehen einige Händler davon aus, dass Investoren im Vorfeld der anstehenden Arbeitsmarkdaten am kommenden Freitag am sicheren Ufer bleiben werden.

Die zum Wochenauftakt gemeldeten Wirtschaftsdaten lassen Investoren unbeeindruckt. So stiegen im April die persönlichen Einnahmen um 0,3 % und die Ausgaben um 0,4 %. Beiden Daten lagen im Rahmen der Erwartungen. Für den Börsenverlauf wesentlich wichtiger ist das um 16 Uhr Mez gemeldete Verbrauchervertrauen für den Mai. Ein Indikator, der neue Einblicke in das Konsumverhalten der Verbraucher gibt. Der Index lag bei 115,5 Punkten und damit 4,5 Punkte über den Erwartungen.

An der Researchfront stehen die Aktien von EMC und Sun Micro unter Beschuss. Beide Werte werden von der Investment Bank Goldman Sachs zwar zum Kauf empfohlen. Die Umsatz- und Ertragsschätzungen werden jedoch erneut gesenkt. Laut der Analysten deuten Umfragen auf ein weiterhin schwieriges Nachfrage- und Preisumfeld. EMC bestätigte wenige Minuten nach Börseneröffnung die Umsatzprognosen und hält damit gegen die Meinung des Analysten. Dennoch wirken sich die negativen Kommentare belastend aus. Investoren scheinen die anstehende Analystenkonferenz von Sun Microsystems abzuwarten.

Lucent Technologies tendiert schwächer

Erneut in den Schlagzahlen befinden sich die Aktien von Lucent Technologies. So berichtet das Wall Street Journal, dass eine Übernahme des angeschlagenen Herstellers von Telekom-Technologie durch Alcatel immer wahrscheinlich wird. Das Gerücht dürfte Lucent jedoch kaum helfen, soll die Übernahme ohne Prämie über die Bühne laufen. Zudem dürften die Aktionäre mit Alcatel-Aktien abgefunden werden. Eine bei US-Investoren unbeliebte Bezahlungsweise. Beide Werte tendieren im frühen Handel schwächer.

Weitere Verlierer unter den Hightechs sind sowohl Microsoft als auch AOL Time Warner. Es kursieren Gerüchte, dass die beiden Konzerne kurz vor dem Abschluss einer neuen Kooperation stehen. So soll AOL angeblich mit der Windows XP Software von Microsoft verbunden werden. Eine derartige Kooperation signalisiert, dass die beiden Konzerne bis auf weiteres mehr mit- als gegeneinander arbeiten werden. Für AOL selbst, dürfte die Kooperation keine größeren Effekte haben. Der Konzern gewinnt neue Abonnenten vorrangig durch Kooperationen mit PC-Herstellern und weniger durch die Verbindungen mit Microsoft.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%