Microsoft unter Druck
Wall Street verzeichnet erneut Verluste

Schwache Unternehmensergebnisse und negative Konjunkturzahlen zogen den Dow Jones Index am Mittwoch ins Minus. Der Nasdaq-Index büßte 1,46 Prozent ein.

Reuters NEW YORK. Die New Yorker Aktienmärkte haben am Mittwoch, einen Tag nach der Leitzinssenkung durch die US-Notenbank Fed, schwächer geschlossen. Händlern zufolge waren insbesondere Standardwerte infolge der vom US-Arbeitsministerium bekannt gegebenen Verbraucherpreise für den Vormonat unter Druck geraten. Auch negative Unternehmensmeldungen hätten den Markt belastet, hieß es

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Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerten schloss 2,40 Prozent tiefer bei 9487,0 Zählern, auf dem tiefesten Stand seit Anfang März 1999. Der breiter gefasste S&P-500-Index büßte 1,80 Prozent auf 1122,14 Zähler ein, während der technologielastige Nasdaq-Composite-Index 1,46 Prozent tiefer auf 1830,23 Zähler aus dem Handel ging.

Konjunkturzahlen negativ aufgenommen

Der saisonbereinigte Anstieg der US-Verbraucherpreise im Februar war mit 0,3 Prozentpunkten höher als erwartet ausgefallen. Analysten zufolge dämpften die jüngsten Daten zur US-Konjunktur die Hoffnung der Anleger auf weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed.

"Einige Leuten glauben, die US-Notenbank brauche nur die Zinsen zu senken und alles kommt wieder in Ordnung. Doch immer mehr Marktteilnehmer orten das Problem bei den Unternehmensgewinnen und deren Erholung braucht etwas Zeit", sagte Jay Mueller, Ökonom bei Strong Capital Management.

Bei den Standardwerten gaben die Aktien des Konsumgüter-Herstellers Procter & Gamble 4,1 Prozent auf 63,20 Dollar nach. Ebenfalls schwächer notierten die Papiere des Getränke-Herstellers Coca Cola, die 4,6 Prozent tiefer auf 45,25 Dollar aus dem Handel gingen.

Intel gesucht - Microsoft unter Druck

Unter den Technologiewerten standen die Titel des weltweit größten Chip-Herstellers in der Gunst der Anleger. Intel gewannen 3,81 Prozent auf 25-9/16 Dollar. Am Vortag hatte das Unternehmen prognostiziert, dass die Nachfrage nach PCs in der zweiten Jahreshälfte wahrscheinlich wieder anziehen werde. Auch die Aktien des Computerherstellers Sun legten zu und schlossen 5,76 Prozent fester auf 18-3/8 Dollar.

Federn lassen mussten dagegen Microsoft , die sich um 5,22 Prozent auf 49-15/16 Dollar ermäßigten. Ebenfalls schwächer schlossen die Papiere des Netzwerk-Geräte-Herstellers 3Com Corp., die 3,52 Prozent auf sechs Dollar nachgaben. Zuvor hatte das Unternehmen eine Gewinnwarnung für das dritte Quartal des Vorjahres wegen der Schwäche des Telekomsektors und engerer Gewinnmargen bekannt gegeben.

Zu den Kursverlierern gehörten auch zinssensible Finanzwerte. Die Titel von J P Morgan Chase brachen um 5,61 Prozent auf 40,20 Dollar ein. An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,31 Milliarden Aktien den Besitzer, dabei überwogen 2209 Verlier 860 Gewinner, während 209 unverändert blieben. Bei Umsätzen von 2,08 Milliarden Aktien schlossen an der Nasdaq 2484 Titel im Minus, 1240 Titel im Plus und 639 unverändert.

Am US-Rentenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt um 6/32 tiefer und erbrachten eine Rendite von rund 5,28 Prozent

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