Microsoft verliert
Schwacher Handelsauftakt in New York

Dem Markt gelingt es nicht, an die Rally von Freitag anzuknüpfen. New Yorks wichtigste Aktienindizes eröffnen in der Verlustzone. Der Dow Jones Index rutscht ins negative Terrain, erholt sich leicht und pendelt dann um dem Freitagsschlussstand. Der technologielastige Nasdaq Index rutscht dagegen fast 0,5 Prozent in die Verlustzone.

NEW YORK. Zwar hatte die Hoffnung, dass das Konsumentenvertrauen im August gestiegen sein könnte, New Yorks Aktienmärkte vorbörslich kurzzeitig beflügelt. Die Mehrheit der Experten rechnet mit einem Anstieg von 116,5 auf 117,5 Punkte. Die Daten werden für morgen erwartet. Doch lassen Gewinnmitnahmen die morgendlich gute Stimmung kippen. Die Gewinner der Freitagsrally geraten heute unter Abgabedruck. Microsoft und Check Point Software geraten als am meisten gehandelte Aktien in die Verlustzone. Microsoft wird die Einführung der Spielkonsole "Xbox" in Japan auf Ende Februar 2002 verschieben. Das belastet die Aktie am Morgen zusätzlich.

Vor allem Finanz- und Brokeraktien notieren schwächer. Denn der Kommentar von Investmenthaus Goldman Sachs lautet: für die Branche bleibt es weiterhin schwierig. Die Papiere notieren im Durchschnitt fast 35 Prozent unter ihren Höchstständen. Gemessen am Buchwert ist der Sektor so niedrig bewertet wie seit der Asienkrise im Jahr 1998 nicht mehr. Die Wachstumsraten der Branche drohen durch die Flaute im Rentenhandel weiter unter Druck zu geraten. Steigende Kreditausfälle im Hochzinsbereich gekoppelt mit einem weltweit rückläufigen Volumen von neuen Unternehmensanleihen dürften die Unternehmensgewinne belasten. Goldman Sachs rät Investoren daher, die Aktienbestände nur sehr zögerlich aufzubauen. Die Experten reduzieren außerdem die Erwartungen für Morgan Stanley Dean Witter. Die Aktie verliert über ein Prozent an Wert. Die Aktien Goldman Sachs, J.P. Morgan und Merrill Lynch büßen ebenfalls Wert ein.

Trotz schlechter Nachrichten notiert Hugh Electronics am Morgen gut behauptet. Die Aktie gewinnt 0,1 Prozent an Wert, nachdem der Betreiber des Satelliten-Fernsehsenders "Direct TV" bekannt gab, in den USA rund zehn Prozent der Belegschaft und damit fast 800 Angestellte zu entlassen. Damit versucht das Unternehmen Kosten zu senken, um der weiterhin kränkelnden US-Wirtschaft entgegen zu wirken.

Das Papier von Videogigant Blockbuster verliert zum Wochenauftakt dagegen fast sechs Prozent, nachdem Befürchtungen laut werden, das Gewinnwachstum der größten US-Videothek-Kette könnte geringer ausfallen, als bisher erwartet. Blockbuster könnte verschärft Konkurrenz von einem Joint-Venture von fünf Filmstudios bekommen, das den Kunden die Filme per Internet liefert, berichtet das US-Anlegermagazin Barron´s in der neuesten Ausgabe.

Trotz guter Nachrichten tendiert die Aktie von Amgen schwächer. Die Zulassung des Anämiemittel Aranesp und des Arthritismedikament Kineret dürfte bis Jahresende erfolgten sein, prognostizieren die Analysten von Goldman Sachs. Die Analysten errechnen für Aranesp ein Marktpotenzial von drei Milliarden Dollar. Für Kineret schätzen sie die Absatzchancen auf mindestens 300 Millionen Dollar. Die Experten empfehlen die Aktie von Amgen weiterhin zum "Kauf".

Gefragt dürfte am Montagmorgen die Aktie von Tyco sein. Die Analysten von Deutsche Bank Alex Brown setzten die Aktie von Tyco auf ihre "Top Picks List". Der Mischkonzern verfüge über gesundes Wachstum und das Kurs/Gewinn-Verhältnis sei niedrig. Alleine 20 Prozent der Geschäftseinnahmen kommen aus dem Geschäftsbereich für medizinische Produkte. Hier handelte es sich laut den Analysten um den Bereich mit der stabilsten Entwicklung.

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