Microsoft: Zwischenruf: Kunden ignoriert

Microsoft
Zwischenruf: Kunden ignoriert

Im Kampf zweier Giganten der Computerindustrie hat wieder einmal der Kunde das Nachsehen. Scott McNealy, Gründer und Chef von Sun Microsystems, hatte als Hersteller von Unix-Server-Hardware noch nie den Normalverbraucher am PC im Auge. Erzrivale Bill Gates dagegen, der Gründer von Microsoft, weiß sehr wohl, was Anwender wünschen. Doch alle anders lautenden Beteuerungen ändern nichts daran: Der selbst ernannte Chef-Softwarearchitekt nutzt die Marktmacht seines Betriebssystems Windows stärker dazu, die Konkurrenten niederzumachen als dem Verbraucher zu dienen.

Jüngster Fall: Die in Internet-Anwendungen weit verbreiteten Software-Architektur Java von Sun wird vom neuen Windows XP nicht unterstützt. Künftig wird der Internet-Surfer wohl zwei Browser, den Internet Explorer von Microsoft und den Navigator von Netscape, benötigen, um alle Webseiten aufrufen zu können. Dabei wird er im Dunkeln tappen, welcher Browser jeweils gerade der richtige ist.

Das ist unzumutbar. Die Giganten des Internets werden sich einigen müssen. Jedenfalls, wenn es ihnen um den Kunden geht.

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