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Miese Stimmung

Eine Reihe nicht enden wollender Analystenabstufungen verbreiteten an den New Yorker Börsen miese Novemberstimmung. Der Nasdaq Index fiel wie schon in der vergangenen Woche mit fünf Prozent Verlust unter die psychologisch wichtige Marke von 3.000 Punkten. Auch der Dow Jones Index baute seinen Verlust mit 1,57 Prozent aus und schloss auf 10.462 Zählern.

Insbesondere Netzwerk-Aktien belasteten die Nasdaq, nachdem Christopher Stix von der Investmentbank Morgan Stanley sowohl Juniper Networks als auch Redback Networks von "aggressiv kaufen" auf "outperform" abgestuft. Bei Cisco hält er die Empfehlung bei, den Titel "aggressiv zu kaufen". Er senkt allerdings das Kursziel. Der Experte stellte die Wachstumsaussichten der Branche in Frage. Die konjunkturelle Abkühlung, gekoppelt mit der saisonalen Nachfrageschwäche im ersten Quartal, gefährdet die derzeitigen Wachstumsprognosen. Die skeptischen Kommentare belasten Netzwerkaktien am Montag auf breiter Front, die die gesamte Nasdaq mit ins Minus ziehen. Wie schon in den vergangenen Wochen belasteten die Wachstumssorgen Computer- und Softwarewerte.



Tagesverlierer des Dow Jones Indexes wurde Coca-Cola. Am Vormittag wurde bekannt, dass der Getränkekonzern Quaker Oats, einen Hersteller von Frühstücksflocken und Sportgetränken, übernehmen will. Ein Angebot von PepsiCo hatte Quaker angeblich abgelehnt. Beide Getränkekonzerne hegen großes Interesse für das Sportgetränk Gatorade. Im vergangenen Jahr hat Quaker 40 Prozent seines Gewinns mit Gatorade erwirtschaftet. Während Coca Cola an Wert verliert, legen Quaker Oats und PepsiCo an Wert zu. Salomon Smith Barney zeigte sich von den Übernahmenplänen gar nicht begeistert und stufte Coca-Cola von "outperform" auf "kaufen".



Auf der Verliererseite tummelten sich am Montag auch die Finanztitel. J.P. Morgan und American Express. Sie litten unter den schwachen Konjunkturaussichten und den daraus resultierenden Konsequenzen für den Kapitalmarkt.



Schlecht verlief der Tag für die Aktien privater Krankenversicherungen wie Wellpoint Health Networks, Cigna und Humana. Prudential hatte den gesamten Bereich abgestuft.



An der Nasdaq nahm Oracle mit 14 Prozent Wertverlust den Verliererplatz ein. Der Vizepräsident Gary Bloom hat gekündigt und geht zu Veritas Software. Damit ist Bloom nach Ray Lane bereits der zweite führende Manager, der die Softwareschmiede verlässt. UBS Warburg stufte nach Blooms Abgang Oracle herunter.



Die Aktie von Earthlink gehörte zu den Stars an der Nasdaq und gewann knapp 18 Prozent an Wert. Earthlink wird in Zukunft den 12,6 Millionen Time-Warner-Kunden Internetzugänge anbieten. Die Verhandlungen darüber laufen schon seit einigen Monaten. Die Vereinbarung zwischen Earthlink und Time Warner könnten gleichzeitig den Weg für die Genehmigung der Time Warner-AOL-Fusion frei machen. Die amerikanische Regulierungsbehörde hatte es Time-Warner zur Auflage gemacht, die Kabelnetze für weitere Internetanbieter freizugeben, um die Zulassung für die Übernahme von AOL zu bekommen. Die Credit Suisse First Boston stufte den Titel mit "kaufen" ein.



Ebay

geriet mit 20 Prozent Verlust unter die Räder, nachdem Lehman Brothers die Aktie von "kaufen" auf "halten" abgestuft hat. Die Analystin Holly Becker befürchtet, dass der Internet Auktionsdienst einiges mehr ausgeben muss, will man die gesetzten Umsatzziele erreichen.

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