Mietpreis für Telefonanschlüsse soll nahezu unverändert bleiben
Regulierungsbehörde weist Mitschuld an Kursverlusten der T-Aktie zurück

Der neue Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP), Matthias Kurth, hat eine Mitschuld seines Amtes an den Kursverlusten der Telekom-Aktie von sich gewiesen.

ddp/vwd BERLIN. Die Regulierungsarbeit sei im Gegenteil ein "stabilisierender Faktor auch für die Telekom", sagte Kurth der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe).

Der RegTP-Präsident verwies darauf, dass die T-Aktie während der Einführung der Regulierung "ständig an Wert gewonnen" habe. Die Anleger hätten den Entscheidungen seiner Behörde nicht jenen Stellenwert eingeräumt, den ihnen Telekom-Chef Ron Sommer beimesse. Weiter sagte Kurth: "Wir haben die Telekom dazu veranlasst, sich schneller als andere Monopolisten in einen marktorientierten Konzern zu verwandeln."

Hier der T-Online 3-Monatsverlauf

Gleichzeitig dämpfte Kurth Erwartungen von Wettbewerbern der Telekom, die Regulierungsbehörde werde demnächst den Mietpreis für die Übernahme eines Telekom-Telefonanschlusses stark senken.

Würde die Miete für Telefonleitungen zu niedrig angesetzt, lohnten sich möglicherweise die hohen Summen nicht mehr, die Investoren in alternative Ortsnetz-Techniken wie etwa in für Telefon- und Datendienste aufgerüstete Fernsehkabelnetze stecken wollten. "Langfristig wäre dann die Telekom weiterhin der einzige Anbieter, der überall über Hausanschlüsse verfügen würde", sagte Kurth.

Auch bei den schnellen Multimedia-DSL-Anschlüssen deutete Kurth ein Entgegenkommen gegenüber der Telekom an. Seine Behörde prüfe zwar, ob die DSL-Preise der Telekom einem "Dumping-Angebot" gleich kämen. Andererseits könne es aber "für Deutschland ein Standortvorteil sein, wenn wir DSL schnell zu den Endkunden bringen und ein Massenmarkt entsteht".

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