Mietsoftware macht s möglich
Knowledge Management ist nicht billig

Kaum ein Experte bezweifelt den Nutzen eines funktionierenden Systems für Wissensmanagement im Unternehmen. "Ein Betrieb kann nur dann von drei Mitarbeitern auf 3000 wachsen, wenn einer weiß, was der andere tut", sagt Debra Logan von der Gartner Group.

DÜSSELDORF. Doch für Aufbau, Beratung und Mitarbeiterschulung müssen Millionen investiert werden. Bisher kam Knowledge Management für kleine und mittelständische Unternehmen daher kaum in Frage.

Durch die Möglichkeit von Application Service Providing (ASP) - dem Mieten von Software - hat sich die Situation verändert. Auch Kleinunternehmer, Freiberufler und Startups haben nun die Chance, kostengünstig ihr Wissen zu organisieren. So bietet zum Beispiel die Wiener Software- Firma Cymantix eine ASP-Lösung für Kleinunternehmen und Freiberufler. Mit Cymantix.net können Mitarbeiter alle Dokumente in einem zentralen Datenpool abspeichern, zu dem auch alle Kollegen Zugang haben, die nach Informationen suchen.

Was das Programm auszeichnet: Es ist lernfähig. Sucht zum Beispiel ein Mitarbeiter in der firmeninternen Datenbank nach der Höhe von Produktivitätsgewinnen, die durch Wissensmanagement erzielt werden, wird das Programm dem nächsten Suchenden, der nach derselben Information sucht, zunächst Dokumente anbieten, die sein Vorgänger interessant gefunden hat. Die Lizenz für Cymantix.net kostet pro Monat und Arbeitsplatz rund 250 DM.

Noch völlig kostenlos ist dagegen das Programm Groove.net, entwickelt von Ray Ozzie, der mit dem Büroprogramm Lotus Notes berühmt wurde: Mit Hilfe von Groove.net können mehrere Mitarbeiter, die am gleichen Projekt arbeiten, Dokumente austauschen. Zudem können sie einen gemeinsamen Terminkalender, eine Adressdatenbank und Aufgabenlisten pflegen. Weil die miteinander vernetzten Rechner direkt Informationen austauschen, benötigt Groove keinen zentralen Server. Eine Testversion des Programms lässt sich derzeit kostenlos aus dem Netz herunterladen. Der einzige Nachteil: Nach Berichten von Anwendern ist es nur für maximal fünf Nutzer gleichzeitig empfehlenswert.

Ebenfalls auf kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert hat sich Eroom Technology aus Cambridgte, Massachusetts. Die Vision des US-Unternehmens ist der digitale Arbeitsplatz: Alle Abläufe im Netzwerk sollen in den PC konvertiert werden. Dabei stehen die notwendigen Werkzeuge wie die gemeinsame Bereitstellung von Dokumenten, Diskussionsforen oder die Überprüfung von Projekt-Meilensteinen zur Verfügung. Zusätzlich dokumentiert die Software alle Änderungen der Mitarbeiter an Dokumenten sowie Suchabfragen. Bei all diesen Vorgängen entsteht Wissen, das bisher lediglich dem einzelnen Mitarbeiter bekannt war - mit Eroom profitiert das ganze Netzwerk.

Zwar kann das Programm auf einem eigenen Server aufgesetzt werden, aber auch ein Serverplatz direkt beim Hersteller der Software kann angemietet werden. Die Lizenz für zehn Teilnehmer und 100 MB Serverspeicher kosten rund 520 DM pro Monat.

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