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Militärischer Arm der PFLP verboten

Die Palästinensische Autonomiebehörde hat den militärischen Flügel der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) verboten, der sich zum Anschlag auf den israelischen Tourismusminister Rehavam Seevi bekannt hat.

rtr GAZA-STADT. In einer offiziellen Mitteilung hieß es am Sonntagabend in Gaza-Stadt, der Oberste Sicherheitsrat habe die PFLP-Brigade Abu Ali Mustafa verboten. Israel hat von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat die Auslieferung der Täter verlangt. Israels Außenminister Schimon Peres forderte in New York die USA und die Europäische Union auf, darauf zu drängen, dass Arafat handele statt nur zu sprechen.

Die PFLP hatte den Anschlag als Rache für die Ermordung ihres Führers Abu Ali Mustafa im August durch ein israelisches Militärkommando bezeichnet. Aus ranghohen palästinensischen Kreisen war am Wochenende verlautet, es seien bereits 20 militante Palästinenser festgenommen worden.

Israel verlangt ultimativ die Auslieferung der Attentäter. Israels Verteidigungsminister Binyamin Ben-Eliezer sagte am Sonntag im Rundfunk: "Arafat unternimmt nichts, nichts, um den Terrorismus zu stoppen." Peres sagte in New York dem israelischen Fernsehen, es müsse Druck auf Arafat gemacht werden, damit Arafat auch handele. Zugleich wies er Forderungen aus seiner Partei zurück, die Koalitionsregierung zu verlassen. Dies würde wohl kaum dem Friedensprozess helfen, sagte er.

Arafat hatte dagegen Israel am Samstag vorgeworden, mit dem Vormarsch ins Westjordanland die Lage nur militärisch eskalieren zu wollen. Israelische Truppen hielten auch am Montagmorgen ihre Stellungen um sechs palästinensische Städte.

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