Militärmachthaber Pervez bittet um internationale Hilfe
Afghanische Flüchtlinge bringen Nachbarland Pakistan in Notlage

dpa ISLAMABAD/GENF. Der pakistanische Militärmachthaber Pervez Musharraf hat am Donnerstag die internationale Gemeinschaft aufgerufen, den Flüchtlingen im Nachbarland Afghanistan zu helfen. Der Flüchtlingsstrom nach Pakistan habe inzwischen auch in seinem Land zu einer "ernsten humanitären Lage" geführt, sagte Musharraf am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Leiter des UN - Entwicklungsprogramms (UNDP) in Pakistan.

Auf der Flucht vor Kämpfen verfeindeter Milizen und wegen einer lang anhaltenden Dürre sind in den vergangenen Wochen schätzungsweise etwa 60 000 Menschen aus Afghanistan nach Pakistan gekommen. Hunderttausende haben nach UN-Angaben ihre Dörfer auf der Suche nach Wasser und Nahrungsmitteln verlassen. Die afghanischen Auffanglager an den Grenzen zu Pakistan und Tadschikistan sind überfüllt. Eine Kältewelle im Westen Afghanistans hat die Situation verschärft.

Allein in der Nacht vom 29. zum 30. Januar seien mehr als 110 Menschen im Flüchtlingslager Herat im Westen Afghanistans erfroren, teilte UNICEF am Donnerstagabend in Genf mit. Die Temperaturen sanken auf minus 25 Grad Celsius. "Eltern legen ihre Kinder abends in gefrorene Zelte und wissen nicht, ob sie bis zum nächsten Morgen überleben werden", sagte der Afghanistan-Beauftragte von UNICEF, Louis Georges Arsenault. Wichtigstes Ziel der UN-Kinderhilfsorganisation sei derzeit, die Sterblichkeit in den Flüchtlingscamps zu senken.

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