Militärs sollen prüfen: Nato erwägt stärkere Rolle in Afghanistan

Militärs sollen prüfen
Nato erwägt stärkere Rolle in Afghanistan

Der Nato-Rat hat die Militärs damit beauftragt, alle in Frage kommenden Möglichkeiten zu untersuchen, um das Engagement der Allianz in Afghanistan zu verstärken.

HB/dpa BRÜSSEL. Die Nato wird ihre Rolle in Afghanistan möglicherweise schon bald verstärken. Der Nato-Rat in Brüssel beauftragte nach Angaben eines Sprecher die Militärs am Mittwoch, alle dafür in Frage kommenden Möglichkeiten zu untersuchen. Der Sprecher betonte, damit werde nichts ausdrücklich ein- oder ausgeschlossen, und es seien noch keinerlei Entscheidungen getroffen worden.

Damit bleibt die Möglichkeit offen, dass die Nato das Kommando über die internationale Friedenstruppe in Afghanistan (ISAF) übernimmt. Die Führung der ISAF liegt seit Mitte Februar beim 1. Deutsch-Niederländischen Korps. Die Bundeswehr stellt rund 2500 Soldaten dieser Truppe. Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) hat sich schon vor längerem dafür ausgesprochen, nach dem Ende des deutsch-niederländischen Auftrags im Herbst der Nato das Kommando über die ISAF zu übertragen.

Damit soll vermieden werden, dass jeweils die Führungsnation sich auf die schwierige Suche nach einem Nachfolger begeben muss. Schon die Türkei, die vor den Deutschen und Niederländern als erste das ISAF-Kommando innehatte, musste drei Monate länger auf den Stabswechsel warten als ursprünglich geplant. Innerhalb der Nato hat dem Vernehmen nach vor allem Frankreich Einwände gegen eine offene Nato-Beteiligung an der ISAF. Das Bündnis unterstützt die jeweilige Führungsnation aber zum Beispiel bei der Planung.

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