Militärtruppen ergeben sich
Putschversuch in Burundi gescheitert

dpa NAIROBI/BUJUMBURA . In dem ostafrikanischen Kleinstaat Burundi ist ein Militärputsch gescheitert. Nach Regierungsangaben hatte eine Gruppe Soldaten der Tutsi-geführten Armee am Mittwoch ein Rundfunkgebäude in der Hauptstadt Bujumbura gestürmt und Präsident Pierre Buyoya für gestürzt erklärt. Die Putschisten wurden im Gebäude von loyalen Truppen eingeschlossen. Am Donnerstagmorgen ergaben sie sich schließlich, hieß es in einer im staatlichen Radio verlesenen Erklärung des Verteidigungsministeriums.

Präsident Buyoya hielt sich zum Zeitpunkt des Putschversuchs zu Verhandlungen über eine Beendigung des Bürgerkriegs in Burundi in Gabun auf. Seit acht Jahren bekämpfen sich in Burundi die Hutu- Mehrheit (85 %) und die regierenden Tutsi-Minderheit (13 %). Der Konflikt hat seit 1993 mindestens 200 000 Menschenleben gefordert und über eine halbe Million Burundier zur Flucht ins Ausland getrieben.

Das am Nordufer des Tanganjika-Sees gelegene Land gehörte von 1890 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges als Urundi zu Deutsch-Ostafrika und war bis zur Unabhängigkeit 1962 belgisches UN-Treuhandgebiet. Der im ostafrikanischen Hochland gelegene Kleinstaat von der Größe Hessens hat knapp sechs Mill. Einwohner.

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