Miliz: US-Militär verursacht "echte Tragödie"
Taliban sprechen von bislang 95 getöteten US-Soldaten

Seit Beginn des US-Militäreinsatzes in Afghanistan sollen nach Angaben der Taliban-Regierung bereits 95 US-Soldaten getötet worden sein. Die Taliban-Botschaft in Pakistan verbreitete am Montag eine entsprechende schriftliche Erklärung. Darin bedauerte die Miliz, dass die Leichen der angeblich getöteten Amerikaner nicht deren Angehörigen übergeben werden könnten.

afp ISLAMABAD. Der US-Regierung warfen die Taliban vor, die Todesfälle zu leugnen. Bereits am Freitag hatte die radikalislamischen Miliz behauptet, sie habe zwei US-Hubschrauber abgeschossen und dabei bis zu 50 Besatzungsmitglieder getötet. Das Pentagon sprach dagegen vom Absturz lediglich eines Helikopters infolge schlechten Wetters. Alle Insassen seien gerettet worden, bevor das Wrack zerschossen wurde.

Die Taliban behaupteten am Montag, bei dem Beschuss des Hubschrauber-Wracks durch die US-Armee sei es zu einer "echten Tragödie" gekommen. Damit sei jede Hoffnung auf Überlebende zerstört worden. Die Armee habe die Überreste des Hubschraubers nur deshalb bombardiert, damit es keine Aufnahmen von Leichen und damit den Beweis für Todesopfer unter den Truppen geben könne. Das Pentagon hatte dagegen erklärt, in feindlichem Gebiet abgestürzte Maschinen würden routinemäßig zerstört, damit das Kriegsgerät nicht in die Hände des Gegners falle.

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