Milliardenauftrag für Flughafensicherheit
Boeing und Siemens liefern Sprengstoffdetektoren

Die amerikanische Siemens Siemens-Tochter Corporation und der Flugzeughersteller Boeing haben einen Großauftrag vom amerikanischen Verkehrsministerium über die Ausstattung von US-Flughäfen mit Sprengstoffdetektoren erhalten.

dpa WASHINGTON. Dabei geht es um die Installation von Sprengstoff-Entdeckungssystemen an 438 US-Flughäfen. Der Auftrag im Wert von 1,37 Milliarden Dollar werde von der amerikanischen Transport-Sicherheitsbehörde TSA überwacht, teilten die beiden Unternehmen am Freitag mit. Das Boeing-Siemens-Team soll im Rahmen des Auftrags auch rund 30 000 Airport-Gepäckprüfer ausbilden, die die Anlagen bedienen sollen.

Es sollen 1 100 Explosions-Entdeckungssysteme mit bis zu 6 000 tragbaren Geräten zur Entdeckung von Sprengstoff-Spuren geliefert und installiert werden. Ein sicheres und effizientes Flugsystem sei für die US-Wirtschaft fundamental, betonte Boeing-Vizepräsident Rick Stephens. Das Unternehmen habe bei der Integration großer und komplexer Systeme Erfahrung und sei es gewohnt, mit zahlreichen Anbietern aus aller Welt zu kooperieren.

Siemens wird die Installation der Anlagen überwachen. Dazu gehören die Positionierung der Maschinen, die Standortvorbereitungen und der Service. Siemens soll den Service im Rahmen eines Langzeitvertrages durchführen. "Es gehen jährlich mehr als 570 Millionen Passagiere und fast eine Milliarde Gepäckstücke durch die amerikanischen Flughäfen. Siemens hat als globaler Führer bei Airport-Lösungen die Erfahrung und die Dienstleistungs-Fähigkeiten, um die Logistik für diesen hohen Verkehrsumfang sicher und effizient zu überwachen", erklärte Siemens-Präsident Klaus Kleinfeld.

Der Auftrag an Boeing und Siemens hat eine fünfjährige Wartungsoption für die Ausrüstungen. Der amerikanische Kongress hatte nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 angeordnet, dass die Installation der Sprengstoff-Entdeckungssysteme bis 31. Dezember 2002 erfolgen muss. Das amerikanische Verkehrsministerium bezifferte den Auftragswert bis Jahresende 2002 auf 508 Millionen Dollar.

Der amerikanische Rüstungskonzern Lockheed Martin hat von der TSA einen separaten Auftrag im Wert von 350 Millionen Dollar bis maximal 490 Millionen Dollar bekommen. Das Unternehmen solle unter anderem die Passagier-Sicherheitsmaßnahmen an den amerikanischen Flughäfen verbessern, teilte Lockheed Martin mit.

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