Milliardenprojekt für sich selbst regulierende Systeme
Computer von IBM sollen Menschen aus Geschäftsprozessen verdrängen

IBM will in Geschäftsprozessen Menschen komplett entbehrlich machen. Die Entwicklung intelligenter Rechner lässt sich der Computerkonzern ein Viertel seines PC-Forschungsprogramms kosten.

dpa ARMONK/STUTTGART. In dem Projekt "eLiza" will der Konzern in den kommenden Jahren Entwicklungen bündeln, die IBM-Computer und Server künftig mit automatischen Reparatur- und Wartungs-Eigenschaften versehen. Ziel des Projekts sei es, die meisten, wenn nicht sogar alle menschliche Interaktion mit Computern in Geschäftsprozessen überflüssig zu machen.

IBM-Forscher erwarten bereits in rund fünf Jahren eine anwachsende Krise in der Geschäftswelt. "Es gibt eine lächerlich kleine Zahl von Menschen, die wirklich verstehen, ein E-Business am Leben zu halten", sagte Daniel Kaberon von der Personal-Agentur Hewitt Associates der Online-Ausgabe der "New York Times". Angesichts der rasanten Technologie-Entwicklung und einer schrumpfenden Zahl an gut ausgebildeten System-Administratoren werde schon bald die Mehrzahl der Unternehmen nicht mehr in der Lage sein, die immer komplexer werdenden Computersysteme zu warten.

Das Projekt "eLiza" soll Möglichkeiten erforschen, wie künftig hundertfach komplexere Computeranlagen durch intelligente Systeme problemlos in Unternehmen eingesetzt werden könnten.

Unter dem Namen "Eliza" hatte der deutsch-amerikanische Informatiker Joseph Weizenbaum in den sechziger Jahren im Rahmen seiner Forschungen zur Künstlichen Intelligenz ein Computer-Programm entwickelt, das einen Therapeuten simuliert, mit dem sich ein menschlicher Anwender unterhalten kann.

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