Millionen-Einnahmen winken
VfB und Hertha vor kitzligen Aufgaben

Respektabler Rückstand respektive dünnes Polster: Der VfB Stuttgart und Hertha BSC Berlin stehen bei ihren Rückspielen im UEFA-Pokal-Achtelfinale an diesem Donnerstag vor kitzligen Aufgaben. Aber ein historischer Erfolg und im Fall des Weiterkommens winkende Millionen-Einnahmen motivieren die beiden Fußball-Bundesligisten zusätzlich.

HB/dpa STUTTGART/PORTO. "Das Viertelfinale im UEFA-Cup zu erreichen, ist für mich wertvoller als die Zwischenrunde in der Champions League", sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß vor der Partie gegen Boavista Porto (21.30 Uhr/ARD). Auch den mit 16,6 Mill. ? verschuldeten Schwaben soll ein Sieg über Celtic Glasgow den Weg in eine Sorgen freiere Zukunft ebnen.

Unter dem Motto "Revanche ohne Risiko" wollen Stuttgarts "junge Wilde" gegen die Schotten die 1:3-Pleite wettmachen, ohne Glasgow ins offene Messer zu rennen. "Wir würden uns keinen Gefallen mit drei Stürmern von Anfang an tun. Dadurch würden wir die Räume nur enger machen und unser Spiel würde statischer", sagt VfB-Teammanager Felix Magath. Er kündigte für das Rückspiel (19.30 Uhr/ARD) eine entschlossene, aber kontrollierte Offensive an.

Magath vertraut auf seine Taktik mit den beiden Jungspunden Kevin Kuranyi (20) und Ioannis Amanatidis (21) als Spitzen. "Vio behalte ich in der Hinterhand", wies er dem erfahrenen Rumänen Viorel Ganea erneut die Rolle des Jokers zu. "Das Spiel wird im Mittelfeld entschieden, das müssen wir gut besetzen", glaubt Magath.

Der Teammanager ist überzeugt davon, dass der VfB den Rückstand vor 50 000 Zuschauern im ausverkauften Daimlerstadion wettmachen wird: "Wir erzielen die zwei Tore mehr, die wir brauchen, um weiterzukommen." Seine Zuversicht ist durch die geglückte Generalprobe gegen Gladbach zusätzlich gestiegen. "Mit dem 4:0 haben wir uns Selbstvertrauen zurückgeschossen." Es fehlen die gesperrten Abwehrstützen Marcelo Bordon, Fernando Meira und Silvio Meißner.

Derweil hofft Hoeneß auf den größten Erfolg in der Hertha - Vereinsgeschichte seit einem Vierteljahrhundert. "Wir würden uns in den Top 20 von Europa etablieren", glaubt der Manager mit Blick auf den Halbfinaleinzug 1978. Trainer Huub Stevens nervt dagegen die ständige Erinnerung an große UEFA-Cup-Zeiten. "Ich werde bekloppt, wenn ich die Bilder von 1978 sehe", sagte der Niederländer, der mit Schalke 04 1997 den Pokal errungen hatte. Stevens wird nicht müde, vor dem portugiesischen Tabellenelften zu warnen.

Nach dem glücklichen 3:2-Hinspielsieg in letzter Minute fürchtet der Trainer, den einen oder anderen Spieler könnten Fotos vom Pokal ablenken. "Einen Effenberg täuscht das nicht, der hat alles erlebt." Vier Tage nach dem erschreckenden Auftritt beim 0:0 gegen Arminia Bielefeld könnte Torhüter Gabor Kiraly im Estadio do Bessa erneut die zentrale Rolle zufallen. Der Ungar schaffte es im laufenden Wettbewerb, in Aberdeen, Nikosia und Fulham unbezwungen zu bleiben. Sollte ihm dies auch in Porto gelingen, wäre Hertha weiter. "Wir haben schon einmal unseren Willen gezeigt und wollen wieder bis zur letzten Minute kämpfen", versprach Kiraly. Nationalspieler Marco Rehmer (Muskelfaserriss) und Andreas Schmidt (Fieber) fehlen dabei.

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