Milzbrand-Fälle in New York belasten
Händler rechnen mit nervösem Handel am Neuen Markt

Der Neue Markt ist am Montag gut behauptet in die neue Handelswoche gegangen. Der Nemax 50 legte bis 09.10 Uhr 0,40 Prozent auf 905,63 Punkte zu. Der Nemax All Share verbesserte sich um 0,58 Prozent auf 923,96 Zähler.

dpa-afx FRANKFURT. Händler verwiesen auf die anhaltende Angst vor Anschlägen mit biologischen Waffen. "Die neuen Milzbrand-Fälle werden sich sicher nicht kursfördernd auswirken", sagte ein Händler, der zudem auf die schwächere Entwicklung an der Tokioter Börse hinwies.

Etwas zuversichtlicher zeigte sich dagegen ein anderer Marktteilnehmer, der davon ausgeht, dass der Markt die tiefsten Kurse schon gesehen habe. "Mal ganz ehrlich: Was soll denn noch passieren", fragte er. "Wir haben eine katastrophale Wirtschaftssituation, Gewinnwarnungen ohne Ende. Wir haben Krieg, Angriffe mit biologischen Waffen. Soll der Mond noch auf uns fallen?" Dennoch rechnet auch er mit "nervösem" Handel.

T-Online verloren 1,35 Prozent auf 7,30 Euro. Der Internet-Anbieter will seine Nutzer in Zukunft dazu bewegen, für Filme, Online-Spiele, Musikkonzerte und Informationen zu bezahlen. Das sagte der T-Online-Vorstandsvorsitzender Thomas Holtrop der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe).

Helkon Media legten dagegen um 15,94 Prozent auf 2,40 Euro zu. Der Medienkonzern hatte zuvor den Abschluss einer Rahmenvereinbarung zu einer langfristigen Programmkooperation mit dem Fernsehsender RTL2 bekannt gegeben. Bereits die erste Tranche an Lizenzrechten werde sich im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen, hieß es in einer Pflichtveröffentlichung vor Handelsbeginn.

SoftM verbesserten sich um 3,74 Prozent auf 18,01 Euro. Die Sankyo Pharma GmbH habe dem Unternehmen einen Auftrag im Umfang von zwei Mio. Euro erteilt, hatte der IT-Dienstleister zuvor mitgeteilt.

Bäurer stiegen um 8,88 Prozent auf 2,33 Euro. Der IT-Dienstleister hat seine Tochter ODT "erfolgreich in eine starke unternehmerische Konstellation" verkauft, teilte das Unternehmen mit. Der margenschwache Geschäftsbereich IT-Services soll "in ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem erfahrenen Partner" eingebracht werden. Bis zum 31. Oktober soll die Mitarbeiterzahl um 270 auf rund 685 sinken.

Pironet kletterten 28,84 Prozent auf 4,11 Euro. Der Umsatz des Internet-Softwarehauses ging im dritten Quartal nach vorläufigen Zahlen von 7,38 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 6,12 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe sich dagegen um rund 133 Prozent 0,85 Mio. Euro verbessert, hieß es in einer Pflichtveröffentlichung. Für das gesamte Geschäftsjahr 2001 werde beim EBIT eine "schwarze Null" angestrebt.

Blue C machten 30,77 Prozent auf 0,34 Euro gut. Der IT-Dienstleister hat mit einer Einstweiligen Verfügung eine Aufschiebung seines Delisting vom Neuen Markt erwirkt. Dem Antrag auf Erlass der Einstweiligen Verfügung sei vom Landgericht Frankfurt stattgegeben worden, hieß es vor Handelsbeginn in einer Pflichtmitteilung.

Metabox AG legten um 5,45 Prozent auf 0,58 Euro zu. Das Unternehmen hatte zuvor Presseberichten widersprochen, nach denen selbst der Vorstand wenig Zuversicht zeige, das angeschlagene Unternehmen retten zu können.

Der Nasdaq-Composite-Index war am Freitag um 0,10 Prozent höher auf einem Zählerstand von 1.703,19 Punkten aus dem Handel gegangen. In der vergangenen Woche legte der alle Werte der US-Technologiebörse umfassende Index damit um 5,99 Prozent zu. Der Nasdaq-100-Auswahlindex verbesserte sich am Freitag um 0,27 Prozent auf 1.392,65 Stellen.

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