Milzbrand-Sorgen trüben Stimmung
US-Börsen eröffnen etwas schwächer

Die Aktienmärkte in New York starten am Montag kaum verändert bis schwächer in den Handel. Im Vorfeld der Bekanntgabe weiterer Quartalsergebnisse in dieser Woche gehen Marktteilnehmer davon aus, dass sich Investoren mit Engagements weitgehend zurückhalten werden.

rtr/wsc NEW YORK. Sorgen über weitere Milzbrandfälle trübten zudem die Stimmung am Markt ein, hieß es. "Heute haben wir die gleiche Situation wie vor einer Woche", sagte James Volk, Co-Director des Institutional Trading bei D.A. Davidson & Co. "Sie hat sich durch die neuen Milzbrandfälle vielleicht sogar noch verschlechtert und deswegen sehe ich keinen Grund, warum die Kurse steigen sollten." Zuletzt war ein Postmitarbeiter in Washington an Lungenmilzbrand erkrankt.

In dieser Woche werden nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts Thomson Financial/First Call mehr als 160 Unternehmen des S&P-500-Index ihre Quartalsberichte vorlegen. Die Analysten des Instituts erwarten einen Rückgang der Quartalsergebnisse um mehr als 20 %, was dem schlechtesten Quartal in den vergangenen zehn Jahren entspräche.

Unter den Standardwerten werden unter anderem Ergebnisse des Finanzdienstleisters American Express erwartet. Investoren warten zudem auf die Quartalsberichte der Halbleiterhersteller Altera und Vitesse Semiconductor, die voraussichtlich nach US-Börsenschluss veröffentlicht werden.

3M hat für das abgelaufene dritte Quartal einen Gewinneinbruch um 12,4 % bekannt gegeben, die Erwartungen der Analysten aber um einen Cents Gewinn pro Aktie geschlagen. Das Unternehmen konnte in den vergangenen drei Monaten einen Gewinn von 437 Mill. $ einfahren, was einem Anteilsplus von 1,10 $ entspricht. Der Konsens der Wall Street hatte auf einen Gewinn von 1,09 $ pro Papier gelautet.

SBC Communications konnte am Morgen einen leicht gestiegenen Quartalsgewinn bekannt geben, musste aber auch zugeben, unter dem schwachen konjunkturellen Umfeld zu leiden. SBC wird 20 % seiner Mitarbeiter entlassen, um in Zukunft Kosten zu sparen. Das Unternehmen weist für das 3. Quartal einen Gewinn von 2 Mrd. $ oder 59 Cents pro Aktie aus. Analysten hatten aber mit einem Plus von 60 Cents pro Anteil gerechnet. Im letzten Jahr hatte man 1,96 Mrd. $ oder 57 Cents pro Aktie einstreichen können.

Auch vom Mobilfunkhersteller Motorola gibt es am Morgen News. Das Unternehmen will Anleihen im Wert von 1,275 Mrd. $ herausgeben, um mit dem Erlös Schulden zu tilgen. Motorola hatte in der jüngsten Vergangenheit mit einer stark sinkenden Nachfrage auf dem Mobilfunkmarkt zu kämpfen und wird 26 % seiner Belegschaft entlassen. Die Aktie von Motorola hat in diesem Jahr bereits 14 % an Wert verloren.

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