Milzbrandverdacht setzt Börsen unter Druck
Dax zum Wochenausklang im Minus

Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag mit Verlusten geschlossen. Trotz fester Vorgaben aus den USA gab der Deutsche Aktienindex (Dax) der 30 Standardwerte um 1,1 Prozent auf 4583 Punkte nach. Marktteilnehmer machten den Verdacht auf Milzbrandfälle in Deutschland dafür verantwortlich, dass sich der Markt zum Wochenende von der Wall Street abkoppelte.

ddp.vwd FRANKFURT/MAIN. In New York präsentierten sich die Standardwerte im Dow Jones und die Technologiebörse Nasdaq gegen 20 Uhr leicht im Plus bei 9294 beziehungsweise 1746 Punkten.

Bis zum Nachmittag hatte es so ausgesehen, als würden die Märkte die neuerlichen schlechten Konjunkturdaten aus den USA abschütteln und hatten kurzzeitig im grünen Bereich notiert. Beflügelt wurden besonders Technologiewerte von der starken Nasdaq und der Einigung zwischen Microsoft und dem US-Justizministerium. Diese Nachrichten seien aber auf einen schwachen deutschen Markt getroffen, sagten Marktteilnehmer. Zudem habe ABN Amro seine Gewinnschätzung für Infineon zurück genommen.

Tagesverlierer unter den Dax-Werten waren Deutsche Post, die um 6,3 Prozent auf 15,26 Euro fielen. Marktteilnehmer machten mögliche Auswirkungen von Milzbrandattacken für die Verluste verantwortlich. Darauf gaben nachrichtenlos MLP 3,6 Prozent auf 70,30 Euro ab. Thyssen-Krupp verloren 3 Prozent auf 11,86 Euro. Medienberichten zufolge hat sich das Geschäft des Industriekonzerns seit dem Sommer deutlich verschlechtert. Die Gewinnerliste wurde von Epcos angeführt, die ohne fundamentale Gründe 2,5 Prozent auf 51 Euro zulegten. Deutsche Bank kletterten nach einer Empfehlung von Merrill Lynch um 1,3 Prozent auf 64,36 Euro. Münchener Rück verteuerten sich um einen halben Prozentpunkt auf 299,60 Euro.

Der M-Dax der Nebenwerte konnte sich vom Trend nach unten abkoppeln und gewann 1,4 Prozent auf 4156 Punkte. Händler sahen hier eine Flucht in sichere Werte. Tagesgewinner waren AMB Generali und Altana , die jeweils 5,5 Prozent zulegten. Bankgesellschaft Berlin verloren nach Berichten über ein neues Milliardenloch fast 8,5 Prozent.

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