Mindestens 15 Verletzte
Schwere Unruhen in Venezuela

Mindestens 15 Menschen sind bei neuen Unruhen in Venezuela verletzt worden. Anhänger der linksnationalistischen Regierung von Präsident Hugo Chávez und Polizisten lieferten sich am Donnerstag (Ortszeit) in Caracas eine stundenlange Straßenschlacht.

dpa/HB CARACAS. Zuvor hatte das Oberste Gericht einen neuen Antrag der Staatsanwaltschaft auf Eröffnung eines Prozesses gegen die vier militärischen Anführer des Putsches vom 11. April zurück gewiesen.

Die Anhänger von Chávez fordern eine Verurteilung der vier Putschoffiziere. Bereits in der vergangenen Woche hatte es deshalb nach einer ersten Ablehnung des Obersten Gerichts Proteste mit schweren Zusammenstößen gegeben. Dabei starb ein Polizist. Chávez schickte damals zur Wiederherstellung der Ruhe die Nationalgarde auf die Straßen. Die Regierung machte die Polizei, die dem oppositionellen Bürgermeister von Caracas untersteht, für die Unruhen verantwortlich und ordnete in der vergangenen Woche einen dreitägigen Rückzug der Polizei in die Kasernen an. Nach den neuen Unruhen wurde vorerst keine Maßnahme der Zentralregierung bekannt.

Bürgermeister Alfredo Pena erklärte am Freitag, die Polizei sei mit Schusswaffen angegriffen worden und habe deshalb mit Tränengas und Gummigeschossen antworten müssen. Er warnte vor einem "Bürgerkrieg". Seine Polizei sei die "einzige Bastion der Demokratie".

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