Mindestens 23 Tote
Ebola-Ausbruch in Kongo und Gabun befürchtet

Gesundheitsbehörden in Kongo und Gabun befürchten einen Ausbruch der tödlichen Ebola-Seuche. Wie Sprecher beider Regierungen am Freitag erklärten, starben dort in den vergangenen Tagen mindestens 23 Menschen an einem Virus-bedingten hämorrhagischen Fieber.

dpa NAIROBI/KINSHASA/LIBREVILLE. Ein Epidemiologenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe sich bereits am Donnerstag von der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa aus auf dem Weg in die rund 500 Kilometer entfernte betroffene Region Kasai gemacht.

"Wir haben ein Team entsandt, um herauszufinden, in welchem Stadium die Infizierten sterben und wie ansteckend die Krankheit ist", sagte ein Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden, Mobile Kampanga, in Kinshasa. Rund um die Ortschaft Ilebo seien in den vergangenen zwei Wochen mindestens 30 Menschen an dem Fieber mit inneren Blutungen erkrankt, wie es typisch für das Ebola- oder das verwandte Marburgvirus ist. 17 Menschen seien daran gestorben. In der selben Provinz waren 1995 bei einem Ebola-Ausbruch in der Stadt Kikwit 265 Menschen gestorben.

Auch im westafrikanischen Gabun, wo in den vergangenen Tagen mindestens sechs Menschen dem bislang ungeklärten Virus erlagen, entsandte die Regierung Experten. Ein von Militärs begleitetes Medizinerteam sei auf dem Weg in die besonders betroffene Ortschaft Mekambo, im Norden des Landes. In dieser Region waren bei einem Ebola-Ausbruch vor fünf Jahren 66 Menschen ums Leben gekommen.

Bislang kein Heilmittel

Erstmals wurde das hochinfektiöse Virus 1976 nahe des Ebola-Flusses in Kongo identifiziert. Die Krankheit, für die es trotz intensiver Forschung bislang kein Heilmittel gibt, führt in 50 bis 80 % aller Fälle zum Tod. Zu den Symptomen des Ebola-Fiebers gehören hohe Temperatur, Magen-Darm-Leiden, Geschwüre an Gaumen und Zahnfleisch, Hautausschlag, Bewusstseinstrübungen, Zittern und starke innere Blutungen.

Bei der jüngsten großen Ebola-Epidemie starben im vergangenen Jahr im Norden des ostafrikanischen Uganda mindestens 170 Menschen. Auch in Liberia, im Sudan und der Elfenbeinküste gab es in den vergangenen Jahren Ebola-Tote.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%