Mindestens 23 Verletzte
Israelische Armee greift Gaza-Streifen an

Die israelische Armee hat am Samstag Einrichtungen der palästinensischen Polizei und des Geheimdienstes im Gazastreifen mit zahlreichen Raketen angegriffen und dabei mindestens 23 Menschen zum Teil schwer verletzt. Nach offiziellen israelischen Angaben erfolgten die Angriffe als Vergeltung für palästinensische Attacken am Freitag, bei denen Palästinenser Mörser- und Handgranaten gegen die Israelis eingesetzt hatten.

dpa GAZA. Palästinenserpräsident Jassir Arafat bezichtigte die Regierung Ariel Scharon in einer ersten Reaktion, alles zu tun, um das für Sonntag geplante Treffen Arafats mit Außenminister Schimon Peres zu verhindern, bei der es um die Verwirklichung der vor drei Monaten vereinbarten Waffenruhe zwischen beiden Seiten gehen sollte.

Scharon hatte das seit Wochen geplante Gespräch ungeachtet starken internationalen Drucks am Freitag abgesagt, weil es, wie er sagte, "den Interessen Israels schadet". Nach Angaben der offiziellen palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA telefonierte Arafat am Morgen unter anderem mit Bundesaußenminister Joschka Fischer. Fischer hatte nach israelischen Berichten am Freitag auch mit Peres gesprochen. Einzelheiten wurden nicht bekannt. Peres will nach Rundfunkberichten in einem Gespräch mit Ministerpräsident Scharon das Treffen mit Arafat noch retten. Das Gespräch werde am Samstagabend oder Sonntagmorgen stattfinden, berichtete der israelische Rundfunk am Samstag.

Israelische Kampfhubschrauber feuerten unter anderem sieben Raketen auf das Hauptquartier des palästinensischen Geheimdienstes im Süden Gazas ab. Drei Raketen trafen das Polizeigebäude im Flüchtlingslager Nusserat, zwei weitere Raketen schlugen bei Rafah im Süden des Gazastreifens ein.

In der Nacht hatten israelische Soldaten bei Chan Junis im Süden des Gazastreifens zwei junge Palästinenser erschossen. Panzer waren auch in den Süden der autonomen Stadt Ramallah eingedrungen.

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