Mindestens 700 Kilo illegal exportiert
Bankchef: Milosevic-Regierung schmuggelte Gold

afp BELGRAD. Unter der Herrschaft des gestürzten jugslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic sind nach Ermittlungen der Belgrader Zentralbank binnen drei Jahren mehr als 700 Kilogramm Gold außer Landes geschmuggelt worden. Bei einer Untersuchung einer Goldmine in Bor seien Dokumente über illegale Goldverkäufe und gefälschte Papiere aufgetaucht, sagte Zentralbankchef Mladjan Dinkic am Mittwoch in Belgrad. Zwischen 1998 und 2000 seien über zyprische und Schweizer Unternehmen 727 Kilogramm Gold ins Ausland verkauft worden. Wo das dabei eingenommene Geld geblieben sei, sei noch unklar. Dinkic vermutete einen Zusammenhang zu Milosevic, dessen enger Vertrauter Nikola Sainovic wöchentlich in der Goldmine ein- und aus gegangen sei. Die Zentralbank forderte das serbische Innenministerium sowie die Finanzbehörden des Landes auf, den Fall zu untersuchen.

Die Belgrader Staatsanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche bereits polizeiliche Ermittlungen zu Presseberichten angeordnet, wonach der frühere Präsident 173 Kilo Gold in der Schweiz verkauft und den Erlös auf Konten in Griechenland und Zypern transferiert haben soll. Schweizer Behörden bestätigten, dass im vergangenen Jahr mindestens 50 Kilogramm Gold aus Jugoslawien in der Schweiz eingegangen sei. Die erste Lieferung habe drei Tage vor der Präsidentschaftswahl vom 24. September eingegangen, die Milosevic verlor.

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