Mindestens 750 fallen in Deutschland weg
Tui macht beim Stellenabbau Ernst

Im Zuge seines 360 Mill. ? schweren Sparprogramms streicht der weltgrößte Reisekonzern Tui in Deutschland dieses Jahr mindestens 750 Stellen.

HB/dpa HANNOVER. Zu den bereits bekannten 600 Arbeitsplatz-Streichungen bei anderen Deutschland-Töchtern kommen 150 weitere beim Reiseveranstalter Tui Deutschland (Hannover) hinzu. Nach Angaben vom Dienstag hatten sich die Tui Deutschland GmbH und der Betriebsrat auf einen entsprechenden Sozialplan für die betriebsbedingten Kündigungen geeinigt. Die Reisegeschäfte bei der Tui laufen nach wie vor besonders in Deutschland schlecht.

Von den jetzt vereinbarten Kürzungen bei der Tui Deutschland GmbH sind alle Bereiche betroffen, hieß es. Der Sozialplan sieht unter anderem vor, dass alle Betroffenen eine Abfindung sowie Strukturkurzarbeitergeld bekommen und in eine Transfergesellschaft wechseln. Der Stellenabbau kostet rund sechs Mill. ?.

Neben den 150 Stellen bei Tui Deutschland werden bei der Reisebüro- und Vertriebsgesellschaft Tui Leisure Travel 500 Arbeitsplätze wegfallen, dabei werden 400 Mitarbeiter entlassen. 100 Stellen werden in der Konzernzentrale in Hannover gestrichen.

Die Reisegeschäfte bei der Tui laufen nach wie vor besonders in Deutschland schlecht. Bei den gebuchten Umsätzen für die wichtige Sommersaison liegt der Veranstalter um rund 13 % hinter dem ohnehin sehr schwachen Vorjahr zurück. Seit Januar hatte die Tui bereits rund 50 der derzeit rund 1800 Stellen abgebaut. Tui - Vorstandsvorsitzender Michael Frenzel hatte seinem Konzern wegen der anhaltenden Reiseflaute einen strengen Sparkurs aufgezwungen. Die Kosten sollen bis Ende 2004 um 360 Mill. ? sinken, 261 Mill. davon allein in diesem Jahr. Bedroht sind konzernweit umgerechnet 2000 Stellen.

Der Großteil der Kündigungen bei der Tui Deutschland soll den Angaben zufolge in den nächsten drei Monaten ausgesprochen werden. Sollten sich in den nächsten acht Wochen Mitarbeiter freiwillig zurückziehen, bekommen sie eine höhere Abfindung. Zudem wird ein Härtefonds eingerichtet, der mit 200 000 ? ausgestattet wird. Insgesamt kann die Tui die Zahl der 150 Stellen bis 30. Juni 2004 ausschöpfen.

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