Mindestens fünf Menschen ertrinken
Hochwasserkatastrophe in der Ukraine

ap KIEW/BUDAPEST. In Folge des schweren Hochwassers entlang der Theiß sind im Westen der Ukraine mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Das teilte das Ministerium für Katastrophenschutz am Donnerstag in Kiew mit. Fast 36 000 Menschen seien in den vergangenen Tagen aus der Region in Sicherheit gebracht worden. Mindestens 20 000 Häuser in etwa 200 ukrainischen und ungarischen Dörfern sind überflutet. Im Osten Ungarns arbeiteten mehr als 2 300 Soldaten fieberhaft an der Verstärkung der Deiche entlang des Flusses.

Nach dem Bruch eines Damms nahe Vasarosnameny, 240 Kilometer östlich von Budapest, versuchten die Einsatzkräfte, eine zweite Dammlinie anzulegen. Damit das Wasser abfließen kann, wurde eine Landstraße durchbrochen. "Das hat uns etwas Zeit verschafft", sagte der Chef der Bezirksregierung, Laszlo Helmeczy, im ungarischen Fernsehen.

Aufruf an die Bevölkerung Schutzwälle zu bauen

Präsident Ferenc Madl rief die Bevölkerung in einer Erklärung dazu auf, beim Bau der Schutzwälle zu helfen. Das ungarische Fernsehen strahlte Aufnahmen von Bewohnern der Unglücksregion aus, die auf Hausdächern Zuflucht vor den Fluten suchten. Die Streitkräfte setzten Hubschrauber und Amphibienfahrzeuge zur Rettung der Betroffenen ein. In Ungarn wurden bis Donnerstag mehr als 20 000 Menschen in Sicherheit gebracht, weitere 30 000 waren akut von den Wassermassen bedroht.

Im Nordwesten von Rumänien wurden wegen des Hochwassers eine Landstraße und drei Eisenbahnlinien gesperrt.

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